Naturschutzbund

Ungewöhnlich viele Wespen unterwegs

Trotz des unwirtlichen Frühjahrs gibt es in diesem Sommer ungewöhnlich viele Wespen.

„Die Wespenpopulation hat sich – anders als die Bienenvölker – nach der nassen und kalten Witterung im Frühjahr in diesem Sommer gut erholt“, sagt Anja Sorges vom Naturschutzbund (Nabu) Berlin. Von einer „Plage“ will sie jedoch nicht sprechen: „Ja, in diesem Sommer ist eine Spitze in der Wespenpopulation zu verzeichnen. Das kommende Jahr kann dann aber wieder ganz anders aussehen.“ Ungewöhnlich aggressiv seien die Wespen in diesem Jahr auch nicht. „Hier täuschen subjektive Eindrücke und auch falsche Reaktionen wie wedeln, pusten, um sich schlagen über das tatsächliche Verhalten hinweg“, sagt die Expertin.

Bei süßen Speisen oder Getränken seien hungrige Wespen eben besonders hartnäckig. Deshalb rät der Nabu: „Lebensmittel im Freien abdecken, Reste schnell wegräumen, Kindermünder nach dem Essen abwischen“. Aber nicht nur Speisen, auch Parfüm, Cremes, Möbelpolitur und bunte Kleider lockten Wespen an.

Um sich gegen die unter Naturschutz stehenden Insekten zu wehren, auf keinen Fall pusten, warnen die Fachleute: „Der Kohlendioxid-Gehalt der Atemluft macht Wespen aggressiv.“

Drei bis fünf Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch auf Wespenstiche. Experten raten deshalb, Kinder frühzeitig auf eine Insektengiftallergie testen zu lassen.