Gerichtsverhandlung

54-Jährige steht wegen Raubmords vor Gericht

Zwölf Jahre nach dem Raubmord an einer Frührentnerin hat am Mittwoch der Prozess begonnen.

Die mutmaßliche Täterin hat vor dem Landgericht Angaben verweigert. Es ist jedoch bekannt, dass sie nach ihrer Festnahme bei der Polizei ein Teilgeständnis ablegte.

Die heute 54-Jährige soll eine Verletzung vorgetäuscht und sich im September 2001 so Zutritt zur Wohnung einer Bekannten erschlichen haben. Beim Versuch, die Geldbörse der 63-Jährigen zu stehlen, wurde sie laut Anklage ertappt. Es sei zu einem Kampf gekommen. Die Angeklagte habe die Frau erwürgt und sei mit etwas Geld aus der Wohnung in Lichtenberg geflohen. Die mutmaßliche Täterin wurde jedoch erst im März 2013 verhaftet. Am Tatort gesicherte Spuren waren neu ausgewertet worden und deuteten auf sie. Bei den Ermittlungen war auch der Sohn des Opfers ins Visier der Ermittler geraten. Er wurde Jahre nach der Tat beschuldigt, in die Ermordung verstrickt zu sein. Es dauerte drei Monate, bis die Beamten von seiner Unschuld überzeugt waren.