Forschungszentrum

Schullabore werden zum Freizeitzentrum

Experten helfen Jugendlichen bei Experimenten

Was haben Mixgetränke, die Wasserqualität der Spree und Brennstoffzellen gemeinsam? Sie alle waren Gegenstand von Forschungsprojekten, an denen sich Schüler der Neuköllner Lise-Meitner-Schule versuchten. Auf dem Campus Efeuweg des Oberstufenzentrums eröffnete unter der Schirmherrschaft der Technischen Universität (TU) Berlin und des Helmholtzzentrums das Schülerforschungszentrum Berlin (SFZ), das nun all diesen Projekten und denen anderer Berliner Schulen ein Dach über dem Kopf geben will.

Rund zehn der insgesamt etwa 30 nachmittags ungenutzten Schullabore sollen künftig Schülern als naturwissenschaftliches Freizeitzentrum Raum zur Umsetzung eigener Ideen in ganz unterschiedlichen Disziplinen bieten. Das Konzept sei einzigartig in Berlin-Brandenburg, sagte Babette Pribbenow, Koordinatorin der Lise-Meitner-Schule und Initiatorin des SFZ. Außerschulische Praktiker aus Wirtschaft und Wissenschaft, die die Jugendlichen bei ihren Experimenten begleiten, bieten sich auch als Ansprechpartner bei regionalen und nationalen Wettbewerben an. Erfolg verzeichneten bereits Elena Häring (17) und Carlotta Pribbenow (16), die mit der mikrobiologischen Untersuchung von Champignons und den Folgen von deren falscher Lagerung beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ einen dritten Platz belegten.

Finanzielle Unterstützung kam aus der Industrie. Thimo Valentin Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer Science & Education Foundation, sieht im SFZ eine einmalige Struktur zur Begabtenförderung. So würden junge Menschen für naturwissenschaftliche Berufsfelder begeistert. 1400 deutsche Weltmarktführer benötigten Nachwuchs, lobte auch der Vorstandsvorsitzende der Berlin-Chemie AG, Reinhard Uppenkamp.

Das Forschungszentrum hat jeden Dienstagnachmittag geöffnet. Interessenten melden sich unter kontakt@sfz-berlin.de an.

( pj )