Nahverkehr

BVG legt beim Weiterbau der U5 eine Pause ein

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Thomas Fülling

Unterquerung der Spree muss vorbereitet werden

Nur sechs Wochen nach dem Start haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den Weiterbau der U-Bahn-Linie 5 schon wieder gestoppt. Die Tunnelvortriebsmaschine „Bärlinde“ habe ihre Fahrt unterbrochen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Über die Fortsetzung der Arbeiten soll in zwei Wochen entschieden werden, so die BVG.

Grund für den Zwischenstopp ist indes kein unvorhergesehenes technisches Problem, sondern die unmittelbar bevorstehende Unterquerung der Spree. Die Tunnelröhren werden teilweise nur fünf Meter unter dem fließenden Wasser gebohrt, die Unterquerung der an dieser Stelle 45 Meter breiten Spree gilt daher technisch als anspruchsvoll und nicht ohne Risiken. Damit alles glatt läuft, müsste erst noch eine Reihe von Wartungen und Sicherheitsprüfungen vorgenommen werden, heißt es.

„,Bärlinde‘ arbeitet bislang tadellos, wir kommen sehr gut voran und sind zuversichtlich, dass das auch bei der Unterquerung der Spree so bleiben wird“, sagte Arne Brink, verantwortlicher Manager der mit dem U5-Weiterbau beauftragten Firma Bilfinger Construction.

Bei den nun anstehenden Vorbereitungen muss neben den Werkzeugen am Schneidrad auch die sogenannte Stützsuspension – das ist die Flüssigkeit, in der sich das Schneidrad bei der Bohrung dreht – an die Besonderheiten einer Spreeunterquerung angepasst werden.

Bisher hat „Bärlinde“ , die Ende Juni ihre Fahrt am Marx-Engels-Forum schräg gegenüber dem Roten Rathaus begonnen hat, erst 105 Meter Tunnel gegraben. Das sind gerade einmal 2,5 Meter pro Tag. Ursprünglich war eine Tagesleistung von durchschnittlich acht Metern angegeben worden. Insgesamt muss die Tunnelvortriebsmaschine etwa 1600 Meter zurücklegen, bis sie ihr Ziel, den U-Bahnhof Brandenburger Tor, erreicht hat. Die erste Röhre soll bis November fertig sein, der zweite Tunnel soll im nächsten Jahr gebohrt werden.