Religion

Werbeaktion für mehr Respekt gegenüber Muslimen

Mit 500 Plakaten werben junge Berliner Muslime in dieser Woche für mehr Respekt.

Die Poster sollen an öffentlichen Plätzen „zum Nachdenken anregen und sensibilisieren“, wie die Initiatoren der Initiative „Juma“ („jung, muslimisch, aktiv“) bei der Vorstellung am Montag in Berlin mitteilten. „Wir möchten auch als Muslime in Deutschland anerkannt werden“, erklärte Juma-Mitglied Kübra Özermis. Die Referentin für interkulturelle Angelegenheiten der Senatsinnenverwaltung, Sawasan Chebli, betonte, wenn junge Muslime sich heimisch fühlten, fördere dies ein friedliches und sicheres Zusammenleben der Kulturen. Der Senat fördert die Kampagne und die Trägerinitiative. Ein Plakat zeigt unter dem Stichwort „Fanatiker“ einen muslimischen Geistlichen als Hertha-Fan im Stadion. Unter dem Stichwort „Kopftuchfrau“ ist eine Muslima zu sehen, die vor drei Geschäftsleuten referiert. Das Stichwort „Fremde“ wird durch muslimische und nichtmuslimische Nachbarn bei einem Grillfest im Schrebergarten illustriert. Zu der Kampagne gehören auch Interviews mit Jugendlichen und Experten sowie Stellungnahmen von Prominenten, die im Internet veröffentlicht werden. Den Höhepunkt der Kampagne bildet eine Diskussion mit politischen Spitzenkandidaten.