Gesundheitsrisiken

Landesamt für Arbeitsschutz erteilt Tierpark Auflagen

Im Streit um die Zutrittsmöglichkeiten des Betriebsarztes im Tierpark hat sich nun das Landesamt für Arbeits- und Gesundheitsschutz (Lagetsi) eingeschaltet und Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz Auflagen erteilt.

So dürfen Tierpfleger, die in der ehemaligen Gaststätte Pony Pedro tätig sind, keine acht, sondern nur ein bis zwei Stunden arbeiten. Das Haus ist baufällig, und es besteht der Verdacht auf Schimmelbefall. „Die Mitarbeiter müssen deshalb Schutzmasken tragen“, sagte der Direktor des Lagetsi, Robert Rath. Zudem sei die Nutzung des Gebäudes zeitlich befristet nur bis 31.Dezember 2013 erlaubt. „Und wir haben den Tierpark gebeten, über eine Abluftanlage nachzudenken, die Frischluft reinbläst, um die Zahl der Sporen in der Luft zu reduzieren.“ Grundsätzlich sei der Tierpflegerberuf „gefahrengeneigt“, führte Rath weiter aus, da könne man verletzt oder gar totgetrampelt werden oder Allergien bekommen, weil das Fell der Tiere Allergene enthält.

Bei einer Tierpflegerin hatten Schimmelpilze eine Lungenerkrankung ausgelöst. Sie ist Betriebsratsmitglied und zudem Gleichstellungsbeauftragte. Die Stelle wurde im Frühjahr auf Anforderung des Aufsichtsrates von Zoo und Tierpark eingerichtet, nachdem im Januar 2013 bekannt geworden war, dass Blaszkiewitz weibliche Mitarbeiterinnen mit der zoologischen Ziffer 0,1 als „Zuchtweibchen“ bezeichnet hatte.