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Mitte: Weiterhin Grillverbot im Monbijoupark ++ Tempelhof-Schöneberg: Pläne für kleineren Straßenraum um die Urania ++ Reinickendorf: Litfaß-Schule hat jetzt Säule als Wahrzeichen ++ Lichtenberg: Bezirksamt macht Sanierung von Sozialplan abhängig ++ Charlottenburg/Lichtenberg: Bafög-Schüler sollen zügig ihr Geld erhalten ++ Pankow: Zwei neue Kinderkrippen im ehemaligen Schlachthof

Weiterhin Grillverbot im Monbijoupark

– Das Grillen im Monbijoupark bleibt weiterhin verboten. Grund sind die anhaltend hohen Temperaturen und die damit verbundene Brandgefahr durch extreme Trockenheit. Dazu kommt, dass die automatische Beregnungsanlage defekt ist und die Wiesen nicht bewässert und ausreichend durchfeuchtet werden können. „Auch am darauffolgenden Wochenende kann im Monbijoupark nicht gegrillt werden“, ergänzt Baustadtrat Carsten Spallek (CDU). Jedem Hobbygärtner sei bekannt, dass ein ausgetrockneter Rasen ausreichend Zeit brauche, bis er wieder eine satte grüne Farbe habe. Die Aufhebung des Verbots werde bei Änderung der Wetterlage bekannt gegeben.

Pläne für kleineren Straßenraum um die Urania

Das Bezirksamt will das Areal rund um die Urania umgestalten. Die riesigen Straßenräume der einst autogerechten Verkehrsplanung sollen reduziert werden. Das Stadtentwicklungsamt hat eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Die Gruppe Planwerk wird erste Ideen am Donnerstag, 8. August, öffentlich vorstellen (18.30 bis 21 Uhr, Urania, An der Urania 17) . Die BVG plane zudem, in den kommenden Jahren ihre U-Bahn-Tunnel und -bauwerke östlich des Wittenbergplatzes zu sanieren. Auch dadurch, so Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Grüne), würden „schon lange gewünschte Neugestaltungen möglich“.

Litfaß-Schule hat jetzt Säule als Wahrzeichen

Die Ernst-Litfaß-Schule an der Cyclopstraße 1-5 hat jetzt ein Wahrzeichen. Geschäftsführer Marc Bieling von der Draussenwerber GmbH der Berliner Wall AG übergab nun dem Oberstufenzentrum Druck- und Medientechnik eine historische Litaß-Säule als Geschenk. Wirtschaftsstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) sprach von einem „schönen Beispiel für sehr gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft“. Die Schule hat etwa 1350 Schülerinnen und Schüler. Sie bietet für das gesamte Berufsfeld der Druck- und Medienbranche Bildungsmöglichkeiten. Druckereibesitzer Ernst Litfaß (1816–1874) hat die – nach ihm benannte Anschlagsäule – erfunden.

Bezirksamt macht Sanierung von Sozialplan abhängig

Das Bezirksamt will die Bewohner im Kiez zwischen Wartenberger Straße und Gehrenseestraße vor übermäßigen Mietsteigerungen nach einer Modernisierung schützen. Auf Beschluss der Bezirksverordneten-Versammlung wurde für die Grundstücke eine sogenannte Umstrukturierungsverordnung erlassen. Im Geltungsbereich einer solchen Satzung werden alle Baumaßnahmen von einem Sozialplan abhängig gemacht. Mit diesem Instrument hatten schon mehrere Bezirke eine sozialverträgliche Sanierung durchgesetzt. Neuer Eigentümer der Plattenbauten ist ein Unternehmen aus Luxemburg. Es hatte Mieterhöhungen von über 200 Euro angekündigt.

Bafög-Schüler sollen zügig ihr Geld erhalten

Das größte Berliner Amt für Ausbildungsförderung an der Otto-Suhr-Allee 100 – zuständig für Bewilligung von Schüler-Bafög in sieben Bezirken – wird entlastet. Die Anträge aus Neukölln werden ab August vom Lichtenberger Bafög-Amt, Alt-Friedrichsfelde 60, bearbeitet. Darauf haben sich die zuständigen Stadträte Carsten Engelmann (CDU) und Kerstin Beurich (SPD) verständigt. Engelmann sagt: „Es sollte uns in Charlottenburg-Wilmersdorf mit dieser Lösung gelingen, die unzumutbar langen Bearbeitungszeiten zu verkürzen.“ Neuanträge aus Neukölln werden weiter in Charlottenburg entgegengenommen.

Zwei neue Kinderkrippen im ehemaligen Schlachthof

In zwei zusätzlichen Kinderkrippen des Wohnensembles „Eldenaer Höfe“ werden seit dieser Woche 90 Mädchen und Jungen betreut. Sie arbeiten nach dem Prinzip der Klax-Pädagogik, welche die Entwicklung und Bildung des einzelnen Kindes im Blick hat. Auch die Bedürfnisse der Eltern und das Wohnumfeld im historischen Entwicklungsgebiet „Alter Schlachthof“ spielen eine Rolle. Die Kinderkrippen heißen „Mondbär“ und Sonnenkäfer“. Laut Bildungsatlas der Senatsverwaltung benötigt der Bezirk Pankow insgesamt 24.768 Kita-Plätze bis 2015.

Interessantes aus Ihrem Bezirk bitte per E-Mail an: bezirke@morgenpost.de