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Facebook-Verbot für Berliner Lehrer gefordert

Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix will Lehrern die dienstliche Nutzung von Facebook und Twitter untersagen.

Wie der „Tagesspiegel“ am Sonntag berichtete, möchte sich Dix dafür einsetzen, dass das Land Berlin in dieser Frage dem Beispiel Baden-Württembergs folgt. Das Bundesland hatte jüngst den Einsatz sozialer Netzwerke zwischen Schülern und Lehrern sowie unter Lehrern wegen datenschutzrechtlicher Bedenken stark eingeschränkt. Laut der Handreichung sind Chats, Vereinbarungen schulischer Termine und das Einrichten von Lerngruppen untersagt. Das Land Berlin hat keine Pläne, die Forderung des Datenschutzbeauftragten umzusetzen. „In Berlin gibt es keine Anweisung dazu“, sagte die Sprecherin von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), Beate Stoffers. „Wir gehen davon aus, dass unsere Lehrer verantwortungsvoll mit sozialen Netzwerken im Rahmen beruflich bedingter Nutzung umgehen.“ Dabei sei Zurückhaltung geboten. Im Vordergrund stehe der reine Informationszweck.

Einige Länder wie Baden-Württemberg haben den Einsatz von sozialen Netzwerken für Lehrer ebenfalls bereits eingeschränkt, Rheinland-Pfalz und Sachsen arbeiten an entsprechenden Regelungen. In Schleswig-Holstein sollen Lehrer seit Ende 2012 keine sozialen Netzwerke nutzen, um etwa Schulausflüge zu planen.