Hitzewelle

Kühlen Kopf bewahren

Sobald man das Haus verlässt, baut sich die Hitze vor einem auf wie eine Wand.

Jeder Schritt in der aufgeheizten Luft ist eine Anstrengung. Über den leeren Straßen flimmert die Wärme. In Berlin herrscht Sahara-Klima.

1959 kletterte das Thermometer in Tempelhof auf 38,1 Grad. An diesem Sonntag könnte der Rekord gebrochen werden. Laut dem Infodienst Wetterkontor werden Temperaturen bis an die 38 Grad erwartet. Bei diesen Werten gibt es für die Berliner nur noch ein Ziel – Seen, Strandbäder und Schatten spendende Bäume. Rund 7000 Besucher erfrischten sich am Sonnabendnachmittag im Strandbad Wannsee. Die Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun. Vor allem die Getränke- und Eisstände waren dicht umlagert.

Die heißen Tage machen sich auch beim Wasserverbrauch bemerkbar. Trotz der ferienbedingten Abwesenheit vieler Berliner stieg der Wasserverbrauch seit Anfang der Woche deutlich von 676.600 auf 740.000 Kubikmeter pro Tag, so die Auskunft der Wasserbetriebe. Auch die Feuerwehr kämpft mit den Auswirkungen der Hitze. Sie verzeichnete mehr Einsätze wegen Kreislaufproblemen. Was die Zahl der Löscheinsätze anlangt, blieb es relativ ruhig. Es gab nur einen durch Hitze entfachten Grasnarbenbrand in Spandau Nähe Falkenseer Chaussee. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung warnte unterdessen vor hohen Ozonwerten: Menschen, die auf Ozon empfindlich reagieren, sollten starke körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden, hieß es.