Reparaturarbeiten

Die U 8 fährt ab August nur noch bis Boddinstraße

Bahnhof Leinestraße bis Sommer 2014 gesperrt

Die Nutzer der Berliner U-Bahn müssen sich auf neue Behinderungen einstellen. Vom 12. August an stellen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) für mindestens neun Monate den Zugverkehr auf dem südwestliche Ende der Linie U 8 in Neukölln ein. Bis voraussichtlich Sommer nächsten Jahres fahren die Züge der U 8 nur noch bis Boddinstraße. Ein direkter Ersatzverkehr wird nicht eingerichtet. Die BVG empfiehlt den gesperrten Streckenabschnitt zwischen Boddinstraße und Hermannstraße entweder mit der U6 und der U7 sowie den Ringbahnzügen der S-Bahn und der bis zum S- und U-Bahnhof Neukölln verlängerten Metrobuslinie M 44 zu umfahren.

Grund für die langwierige Streckensperrung sind dringend erforderliche Reparaturen am U-Bahnhof Leinestraße. Wie berichtet, hatten Arbeiter im Frühjahr bei regulären Instandsetzungsarbeiten erhebliche Baumängel an der Deckenkonstruktion der 1929 eröffneten Station entdeckt. Demnach weist insbesondere die Bewehrung der Stahlbetonkonstruktion der Decke im Bahnsteigbereich Korrosionsschäden auf, die nach Auffassung der BVG-Experten schnellstmöglich beseitigt werden müssen.

Die gut 18 Kilometer lange U 8 (Wittenau–Hermannstraße) gilt als eine der am stärksten genutzten U-Bahn-Linien in Berlin. Sie verbindet Reinickendorf über Wedding, Mitte und Kreuzberg mit Neukölln. Der U-Bahnhof Leinestraße war bereits Mitte der 20er-Jahre für die sogenannte GN-Bahn (Gesundbrunnen-Neuköllner-Bahn) errichtet worden. Bereits seit Längerem ist der behindertengerechte Umbau der Station geplant. Die nun mit mindestens zwei Millionen Euro veranschlagte Deckensanierung war ursprünglich nicht geplant.

Die BVG baut zurzeit gleich an mehreren U-Bahn-Strecken. Wegen des Bau des neuen Bahnhofs Unter den Linden ist etwa die U 6 zwischen Französischer Straße und Friedrichstraße in Mitte unterbrochen. Trotz einiger Verzögerungen bei den Arbeiten sollen die Züge ab Ende November wieder durchgehend fahren, sagte BVG-Sprecher Klaus Wazlak.