Gewerkschaften

Charité-Vorstand bietet Ver.di Tarifverhandlungen an

An der Charité kommt es aller Wahrscheinlichkeit nach vorerst nicht zu einem Warnstreik des Pflegepersonals.

Der Klinikvorstand habe der Gewerkschaft Ver.di am Donnerstagabend Tarifverhandlungen angeboten und einen Termin im Juli vorgeschlagen, sagte eine Charité-Sprecherin am Freitag. Am Sonntag trifft sich nach Angaben von Ver.di eine Tarifkommission, um über den Umgang mit dem Verhandlungsangebot und das weitere Vorgehen der Gewerkschaft zu beraten.

Die Gewerkschaft hatte mit Warnstreiks gedroht, sollte die Charité bis zum 19. Juli keine Verhandlungsbereitschaft zeigen. Streitpunkt ist die Besetzung mit Pflegekräften auf den Stationen des größten deutschen Universitätsklinikums. Die Gewerkschaft beklagt einen massiven Personalabbau während der vergangenen Jahre, der durch Überstunden und Leiharbeit ausgeglichen werde. Die Arbeitsbelastung für das Pflegepersonal habe stark zugenommen, heißt es. Die Charité gibt an, Überlastungsanzeigen und Überstunden seien im ersten Halbjahr dieses Jahres durchschnittlich leicht rückläufig. Das Vorgehen von Ver.di sei „nicht zu verstehen“. Die Charité ist mit rund 12.500 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Berlin.

( dpa/ JS )