Energie

14.000 Haushalte im Norden Berlins ohne Strom

In rund 14.000 Haushalten in Prenzlauer Berg, Weißensee, Heinersdorf und Pankow ist es am Mittwoch zu einem halbstündigen Stromausfall gekommen, darunter am Helmholtzplatz, an der Prenzlauer Promenade, an der Romain-Rolland-Straße, Am Wasserturm und an der Berliner Straße.

Auch 1800 Gewerbebetriebe waren betroffen. Es kam zu Staus an großen Kreuzungen, weil Ampeln ausfielen, etwa an der Schönhauser Allee Ecke Danziger Straße. Fahrstühle blieben stecken, die Insassen mussten vom Notdienst befreit werden.

In den Schönhauser Allee Arcaden seien plötzlich die Rolltreppen stehen geblieben und alle Lichter ausgegangen, sagte Center-Managerin Melanie Wittka. „Wir sind froh, dass sich keine Unfälle ereignet haben.“ Einige Geschäfte mussten schließen, weil Kassen und Sicherheitseinrichtungen nicht funktionierten. Die Polizei sei durchs Haus gegangen, um Diebstähle zu verhindern, sagte Wittka. Der Stromausfall habe von 10.33 bis 11.05 Uhr gedauert, sagte Vattenfall-Sprecherin Julia Klausch. Die Ursache war ein Defekt im Umspannwerk an der Lunder Straße in Pankow. An der Zehn-Kilovolt-Schaltanlage sei ein technischer Fehler aufgetreten, so die Sprecherin. Der Schaden sei behoben worden. Erst vor wenigen Jahren hatte Vattenfall das Umspannwerk umbauen lassen, um die Stromversorgung sicherer zu machen.

In den vergangenen Monaten war es schon zweimal zu Stromausfällen in Prenzlauer Berg gekommen. Vor etwa zwei Wochen habe die Versorgung für wenige Sekunden ausgesetzt, sagte Melanie Wittka von den Schönhauser Allee Arcaden. Das Röntgengerät einer Arztpraxis im Gebäude habe dabei Schaden genommen. Auch im April hatte es einen halbstündigen Stromausfall gegeben. Etwa 2300 Haushalte und 300 Gewerbebetriebe waren betroffen. Ursache war eine defekte Isolationsschicht an Kabeln zwischen Kastanienallee und Schwedter Straße.