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Charlottenburg-Wilmersdorf: Fahrbahnsanierung des Kudamms geht weiter ++ Reinickendorf: Gewobag kauft 860 Wohnungen hinzu ++ Mitte: Klosterruine bringt Geld in die Bezirkskasse ++ Neukölln: Mehrgenerationengarten für die Nachbarschaft ++ Lichtenberg: Bezirk investiert Gewinne in Schulen, Straßen und Parks ++ Spandau: Künftig Waldbestattungen auf Friedhof „In den Kisseln“ ++ Marzahn-Hellersdorf: Auf der Rhinstraße wird Lücke geschlossen ++ Pankow: Schmutzwasserrohre im Tunnelvortrieb verlegt ++ Treptow-Köpenick: Nabu sucht Namenspaten für jungen Seeadler ++ Steglitz-Zehlendorf: Vorschläge für die Zukunft des Bezirkes

Fahrbahnsanierung des Kudamms geht weiter

Die Fahrbahnsanierung des Kurfürstendamms wird ab Freitag, 18 Uhr, zwischen Adenauer- und Rathenauplatz fortgeführt. Wie das Bezirksamt mitteilt, werden einzelne, noch nicht erneuerte Kreuzungsbereiche instand gesetzt, darunter Storkwinkel und Einmündungsbereich Westfälische Straße. Die Arbeiten sollen bis Montag, 15. Juli, um 5 Uhr dauern. Der Kurfürstendamm sei in diesen Abschnitten einspurig in Richtung Osten befahrbar. Abbiegen in Westfälische Straße, Storkwinkel und Georg-Wilhelm-Straße ist nicht möglich.

Gewobag kauft 860 Wohnungen hinzu

Das kommunale Wohnungsunternehmen Gewobag hat im Juli 860 Wohnungen erworben. Laut Vorstand Markus Terboven befinden sie sich hauptsächlich in Neukölln, Wedding und Moabit. Der neue Bestand umfasse vor allem Gründerzeit-Altbauten von vor 1918, aber auch Neubauten. Terboven sagt, die Gewobag wolle mittelfristig von derzeit 57.000 Wohnungen auf rund 65.000 Wohnungen wachsen. Mit dieser Strategie setze das Unternehmen die politischen Vorgaben des Senats um, die Zahl der landeseigenen Wohnungen von 270.000 auf 300.000 anzuheben.

Klosterruine bringt Geld in die Bezirkskasse

Die Ruine des Franziskanerklosters an der Klosterstraße hat dem Bezirk im Jahr 2012 etwa 73.000 Euro an Einnahmen gebracht. Nach Auskunft von Kulturstadträtin Sabine Weißler (Grüne) besichtigen in den Sommermonaten rund 35.000 Besucher das alte Bauwerk. Ein Förderverein organisiert Ausstellungen, Lesungen und Konzerte (www.klosterruine-berlin.de). Im August wird Shakespeares „Komödie der Irrungen“ aufgeführt. Der Verein ist vom Amt mit der Pflege und fachlichen Betreuung der Ruine beauftragt und erhält dafür 5000 Euro im Jahr.

Mehrgenerationengarten für die Nachbarschaft

An der Sonnenallee entsteht ein „Naturnaher Mehrgenerationengarten“. Er wird auf dem Gelände der Multikulti-Kolonie National-Registrierkassen (NCR) angelegt, die 32 Parzellen zählt. Die Vorsitzende Sabine Karau sagt: „Das 478-Quadratmeter-Areal soll zu einem Treff für Nachbarn, Kinder und Senioren, Menschen mit Handicap und Vereinen werden.“ Hochbeete, eine Kräuter- und Beerenhecke sind schon fertig. 15 Bäume wurden gepflanzt. Auch ein Bienenvolk werde aufgestellt. Das Gelände war einst Außenlager des KZ Sachsenhausen.

Bezirk investiert Gewinne in Schulen, Straßen und Parks

Der Bezirk setzt im Haushalt 2014/2015 seine Gewinne von 2012 beim Ausbau seiner Infrastruktur ein. Der gesamte Überschuss von 6,7 Millionen Euro wird investiert, kündigte Bürgermeister Andreas Geisel (SPD) an. So werde die Sanierungssumme für Schulen um 2,3 Millionen auf fünf Millionen Euro aufgestockt und nun jeden zweiten Tag sauber gemacht, bisher nur jeden dritten. 3,5 Millionen Euro statt bislang zwei Millionen fließen in den Unterhalt von Straßen, Geh- und Radwegen. Die Mittel für Parkpflege, neue Bäume und Spielplatzsanierung verdoppeln sich auf 1,36 Millionen Euro.

Künftig Waldbestattungen auf Friedhof „In den Kisseln“

Auf dem Friedhof „In den Kisseln“ an der Pionierstraße wird noch in diesem Jahr eine Fläche für Waldbestattungen hergerichtet. Sie liege auf einer Anhöhe und habe einen ausreichenden Bestand an Bäumen, teilte Baustadtrat Carsten Röding (CDU) mit. Auszubildende des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes sollen das Areal gemeinsam mit der Friedhofsverwaltung des Bezirks anlegen. Damit wird ein Beschluss der Bezirksverordneten von 2011 umgesetzt. Die BVV hatte das Bezirksamt beauftragt, nach einer geeigneten Fläche zu suchen.

Auf der Rhinstraße wird Lücke geschlossen

Auf der Rhinstraße zwischen Allee der Kosmonauten und der Industriebahnbrücke sind Straßenbauarbeiten im Gange. Sie schließen eine Lücke zwischen alter und bereits neu geschaffener Straße. Wie das Tiefbauamt mitteilt, sollen neben der Fahrbahn Geh- und Radwege entstehen. Dazu werden Bäume gepflanzt und die Beleuchtung erneuert. Der fertige Kreuzungsbereich Meeraner Straße wird angeglichen, die Zu- und Ausfahrt ab 1. September gesperrt. Auch Leitungen werden verlegt. Die Gesamtkosten betragen knapp drei Millionen Euro.

Schmutzwasserrohre im Tunnelvortrieb verlegt

Die Berliner Wasserbetriebe legen in der Straße Alt-Blankenburg Schmutzwasserkanäle mit einer Länge von 1800 Metern an. Die Arbeiten beginnen Ende Juli und sollen bis zum Sommer 2014 abgeschlossen sein. Die Rohre werden im unterirdischen Vortrieb verlegt. Es gebe nur wenige Baugruben, teilte das Unternehmen mit. Die Kosten für das Vorhaben liegen bei vier Millionen Euro. Die Arbeiten bringen erhebliche Verkehrseinschränkungen auf der Straße Alt-Blankenburg mit sich. Der Verkehr werde jedoch in beiden Fahrtrichtungen möglich sein, kündigte ein Sprecher der Wasserbetriebe an.

Nabu sucht Namenspaten für jungen Seeadler

Der Naturschutzbund Berlin sucht einen Paten für einen jungen Seeadler. Für eine Spende von 500 Euro kann der Pate einen Namen für den Greifvogel aussuchen. Das Geld soll die Wildvogel-Station des Nabu bekommen, in der verletzte Tiere gepflegt werden. Das Adlerjunge ist im Frühjahr in einem Horst in Köpenick geschlüpft und wurde Ende Mai beringt. Das Tier wog zu diesem Zeitpunkt vier Kilo und hatte eine Flügelspannweite von 1,60 Metern. Es trägt einen farbigen Ring, durch den es auch aus größerer Entfernung identifiziert werden kann.

Vorschläge für die Zukunft des Bezirkes

Für sein „Zukunftsprogramm 2100“ sucht das Bezirksamt noch bis 15. Juli nachhaltige Vorschläge. Das Programm war erstmals im Jahr 2008 in einem Bezirk beschlossen worden. Umwelt-Stadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) sagte: „Die Bilanz motiviert uns, doch es wird nicht leicht, unsere CO2-Emissionen auf ein Fünftel zu reduzieren.“ In greifbare Nähe sei aber das Ziel gerückt, den Radverkehr bis 2020 zu verdreifachen.

Interessantes aus Ihrem Bezirk bitte per E-Mail an: bezirke@morgenpost.de