Immobilien

Neuer Eigentümer des Yaam-Grundstücks plant Wohnungsbau

Das Grundstück am Stralauer Platz in Friedrichshain, auf dem der Klub Yaam seit fast zehn Jahren seinen Standort hat, ist erneut verkauft worden.

Der spanische Eigentümer Urnova habe die Fläche an ein deutsches Unternehmen veräußert, sagte Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne). Den Namen der Firma wollte er nicht nennen. Ihre Vertreter seien zum Gespräch im Bezirksamt gewesen und hätten bereits Projekte in anderen Bezirken realisiert. Auf dem Gelände an der Spree plant die Firma Wohnhäuser statt der bisher vorgesehenen Bürobauten. „Das Unternehmen war offen für unseren Wunsch nach bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum“, sagte Schulz.

Die Baugenehmigung, die dem vorherigen Eigentümer Urnova erteilt worden sei, gelte nur noch bis zum Frühjahr 2014. Hochhäuser sind Schulz zufolge nicht vorgesehen. Dort sei nur eine Gebäudehöhe von etwa 22 Metern zulässig. Am städtebaulichen Entwurf arbeitet das Unternehmen noch. Er soll im August im Bezirksamt besprochen werden. Der neue Eigentümer habe sich auch mit den Yaam-Verantwortlichen getroffen und wisse vom beabsichtigten Umzug des Klubs auf das Grundstück an der Schillingbrücke. Vorgesehen ist, dass das Yaam Anfang 2014 zum neuen Standort wechselt. Zuvor soll der Liegenschaftsfonds das Areal an den Bezirk zurückgeben. Es seien jedoch noch Einzelheiten zu klären, so Yaam-Chef Ortwin Rau. Es gehe darum, wer die Kosten für die Sanierung der Uferwand trägt. Sie liegen bei etwa zwei Millionen Euro. Diskutiert werde auch noch über die Kontamination des Bodens und einen geplanten Uferweg.

Am jetzigen Yaam-Standort, Stralauer Platz 35, beginnt am Sonnabend, 14 Uhr, eine Demonstration. Die Initiative „Mediaspree versenken“ erinnert damit an den erfolgreichen Bürgerentscheid „Spreeufer für alle“ im Sommer 2008. 1500 Teilnehmer sind angemeldet. Die Demonstration führt über die Mühlenstraße bis nach Kreuzberg. Mehrere Wagen mit Künstlern und Bands fahren mit.