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Bauarbeiter unter Wasser

Fortbildung Wer sich zum „Geprüften Taucher“ – seit Juni 2000 die amtliche Bezeichnung für Berufstaucher wie Bautaucher – ausbilden lassen möchte, muss mindestens 21 Jahre alt sein und bereits einen handwerklichen Beruf erlernt oder zumindest langjährige Berufserfahrung im Handwerk gesammelt haben. Weiterhin sind Gesundheit und psychische Stabilität erforderlich. In der Regel wird das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen (Bronze) der Wasserwacht oder der DLRG oder eine vergleichbare Leistung verlangt. Die umfangreiche Fortbildung besteht aus einem Lehrgang und der Weiterbildung in einem Betrieb mit einem zur Ausbildung befähigten Tauchermeister.

Lehrinhalte Gelehrt werden die Grundlagen der Taucherei wie Druckausgleich. Auf dem Lehrplan stehen aber auch Basiswissen der Tauchmedizin und unter anderem die Vermittlung praktischer Anwendungskenntnisse für die verschiedenen Arbeiten unter Wasser, die Arbeitsverfahren unter Wasser, insbesondere Schneid-, Schweiß-, Such-, Hebe- und Bergungsarbeiten. Zur betrieblichen Fortbildung zählt auch die Arbeit unter erschwerten Bedingungen wie Tauchen bei Strömung, Tauchen in „schwarzem Wasser“ oder auch Tauchen in der Nacht. Das Bergen verunglückter Taucher wird ebenso unterrichtet wie das Erstellen einer Rettungskette oder Sofortmaßnahmen am Unfallort.

Einsatzorte Berufstaucher sind an vielen Orten auf der ganzen Welt im Einsatz. Sie schweißen, montieren, betonieren oder kontrollieren. Ihre Einsatzgebiete sind große Talsperren, Kraftwerksanlagen, Klärwerke oder eben auch Baugruben. So arbeiten einige Berufstaucher auch an den großen Offshore-Anlagen der Windparks oder auch auf Öl- und Gas-Plattformen im Meer. Andere wie die der TL Tauchunternehmen Leunert GmbH sind unter anderem auch auf Großbaustellen wie der Berliner Museumsinsel oder dem Großflughafen BER Willy Brandt in Schönfeld im Einsatz. Dort haben die Bautaucher beispielsweise die Fundamente für die Tunnelzufahrt der Bahn vorbereitet.