Geschichte

CDU-Generalsekretär fordert eine Peter-Fechter-Straße

Kai Wegner, Generalsekretär der CDU Berlin, macht sich weiter dafür stark, die Zimmerstraße in Mitte nach dem Maueropfer Peter Fechter zu benennen.

In dieser Sache hat er einen Brief an den Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning, geschrieben, welcher der Berliner Morgenpost vorliegt. In dem Schreiben bezeichnet Wegner die Entscheidung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte vom 13. Juni, die Umbenennung der Zimmerstraße zu unterlassen, als „verzagte Entscheidung“. Die BVV Mitte werde der Bedeutung des Themas für ganz Berlin nicht gerecht, so Wegner.

„Die Umbenennung weist über das Einzelschicksal von Peter Fechter hinaus und ehrt auf symbolische Weise alle Toten, die an der innerdeutschen Grenze beim Fluchtversuch ums Leben gekommen sind“, schreibt Wegner. Er regt deshalb an, dass der Senat die Zuständigkeit der Benennung öffentlicher und privater Straßen und Plätze kurzfristig vom Bezirksamt Mitte an sich zieht und die Zimmerstraße bis zum Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 2013 in Peter-Fechter-Straße umbenennt.

Als weiteren wichtigen Grund für die Umbenennung bezeichnet Wegner die Tatsache, dass diese die Erinnerung an die zweite Diktatur in Deutschland gerade unter der jüngeren Generation lebendig halten würde. „Nur die Kenntnis der Vergangenheit immunisiert gegen totalitäre Verheißungen der Gegenwart“, schreibt er an Staatssekretär Böhning.

Die BVV Mitte hatte indes entschieden, rings um die bereits bestehende Fechter-Gedenkstele in der Zimmerstraße einen kleinen gepflasterten Platz zur Ehrung des Maueropfers Peter Fechter zu schaffen.