Linienführung

Senat lehnt Verlängerung der Tramlinie 61 ab

Die Zukunft der Straßenbahnlinie 61 (Karl-Ziegler-Straße – Rahnsdorf/Waldschänke) ist weiter ungewiss.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) prüfen derzeit „ergebnisoffen“ mehrere Optionen, wie Sprecherin Petra Reetz am Dienstag sagte. Auch eine Stilllegung des Abschnitts ab Friedrichshagen ist damit theoretisch möglich. Erst im Februar hatte die BVG ein mögliches Ende des „Ost-Astes“ der Tram 61 zum wiederholten Mal ins Gespräch gebracht. Hauptgrund: Die Strecke, auf der nur wenige Fahrgäste unterwegs sind, müsste saniert werden. Von bis zu 20 Millionen Euro Kosten war die Rede. Statt Straßenbahnen würden dann Busse fahren.

Die Bezirksverordneten-Versammlung Treptow-Köpenick und die Rahnsdorfer Bevölkerung lehnen das ab. Sie fordern stattdessen, die Linie von ihrer Endstation „Waldschänke“ ins Ortszentrum zu verlängern. Einen Ausbau lehnt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ab, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Parlamentsanfrage der Grünen im Abgeordnetenhaus hervorgeht. Andere Projekte wie der Bau einer Tram-Strecke vom Hauptbahnhof zur Turmstraße böten weit höhere Fahrgastpotenziale. Es gebe aber derzeit auch keine Informationen, die für eine teilweise Einstellung des Betriebs der Tram 61 sprächen, hieß es.