Sport

Mehr als 200 Schüler bei Streetball-Finals in Schmargendorf

Man hört es, bevor man es sieht.

Ein paar Hundert Meter weit trägt der Wind die Geräusche des Berliner Streetball-Finals in Schmargendorf: Musik, Applaus und die Rufe der jungen Sportler. Auf 14 sonnigen Courts zwischen den Tribünen des Horst-Dohm-Eisstadions auf der einen und sommergrünen Bäumen auf der anderen Seite tragen sie ihr viertes Vorturnier aus. „Die Finals hätten sich kein schöneres Zuhause wünschen können“, sagt Mathias Ramsauer. Dem ehemaligen Basketball-Bundesligisten merkt man seine Begeisterung deutlich an. Das gilt auch für die Schüler aus Steglitz, Spandau und Charlottenburg, die am Freitag gegeneinander antraten. „Wir sind die Besten“, sagt Jakob nach einem siegreichen Spiel. „Aber es ist schön, dass es nicht ums Gewinnen geht.“

Der Fünfzehnjährige und sein Team EMS gehören zu den knapp 40 Mannschaften, die sich ins Finale spielten. Deutlich mehr als 200 Schüler sind gekommen – und alles läuft gut. „In 20 Jahren Streetball ist vielleicht zwei, drei Mal etwas passiert“, erzählt Ramsauer. Auch am Freitag stehen die Sanitäter nur am Rand herum und langweilen sich – im Gegensatz zu Philip Murphy. Der US-Botschafter rennt nervös am Spielfeldrand auf und ab. Seine Kinder spielen mit, und er selbst trainiert ein Streetball-Team. „Diese Art von PR ist natürlich gut für uns“, so Ramsauer. „Aber am Ende sprechen die Leistungen der Schüler für sich.“ So sollte es sein. Und dabei werde es auch beim Finale am 13. Juni bleiben.