Stadtplanung

Stiftung zeigt Ausstellung zum Stadtschloss in Ankara

Knapp zwei Wochen vor der Grundsteinlegung für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses am 12. Juni freut sich die Stiftung „Berliner Schloss – Humboldtforum“ über das zunehmende Interesse an dem Großprojekt und Unterstützung aus aller Welt.

„Wir akquirieren weltweit Spenden, denn das Berliner Schloss ist ja auch ein Projekt mit weltweiter Ausstrahlung“, sagte am Donnerstag Bernhard Wolter. Der Sprecher der Stiftung bestätigte, dass man unter anderem auch mit möglichen Spendern aus der Türkei im Gespräch sei.

Meldungen, wonach Türken Millionen für das Schloss spenden, könne er so allerdings nicht bestätigen. „Der Stiftung liegen noch keine verbindlichen Zusagen vor“, sagte Wolter der Berliner Morgenpost. Die Stiftung sei aber mit großen türkischen Firmen und einflussreichen Familien im Gespräch. Für Ende des Jahres ist zudem in Ankara eine Ausstellung zu dem Schloss-Projekt geplant, die bereits in einigen deutschen Städten zu sehen war und mit der die Stiftung zuletzt auch in Dublin gastierte. „Wir sind mit dieser Wanderausstellung bereits seit 2010 unterwegs“, sagte Wolter.

Die Schau, die ebenfalls schon in Paris, Warschau, Brüssel und Budapest gezeigt wurde, informiert über das Projekt mit einem Modell, Texten und einem Film. Im kommenden Jahr will die Stiftung die Schau im Rahmen des Deutschlandjahres in Brasilien zeigen, wo es eine große deutsche Community gibt. Darüber hinaus soll New York Anfang Juli nächsten Jahres Station der weltweiten Präsentationsrunde sein. „Dort werden wir wahrscheinlich im deutschen Generalkonsulat zu Gast sein“, bestätigte Bernhard Wolter. An Bar- und Sachspenden verfüge man bislang über 18 Millionen Euro, zudem liege die Zusage eines Spenders, der anonym bleiben wolle, über fünf Millionen Euro vor. Bislang habe man insgesamt neun Millionen Euro bar eingeworben.

Anlässlich der Grundsteinlegung am 12. Juni durch Bundespräsident Joachim Gauck ist an dem darauffolgenden Sonntag, 16. Juni, ein „Tag der offenen Baustelle“ geplant. Dann können sich Interessierte ein Bild vom Fortschritt des Projektes machen. Unterstützer können auf der Baustelle für zehn Euro einen Ziegelstein mit einem Stempel erwerben, sich an Ständen über das Projekt informieren und mit Planern sprechen.