Klinikliste 2013

Ranking: Charité ist Deutschlands bestes Krankenhaus

Die Charité liegt in einem bundesweiten Klinik-Ranking des Nachrichtenmagazins „Focus“ erneut auf Platz eins.

Mit deutlichem Abstand landete die Berliner Universitätsmedizin vor den Unikliniken München, Freiburg und Dresden. In der Mehrzahl der untersuchten Fachgebiete habe die Charité dabei die führende Platzierung eingenommen, berichtete die Klinik am Mittwoch. Als „besonders erfreulich“ wurde die Spitzenposition bei der Versorgung von Risikogeburten bewertet. „Teamwork aller Akteure über Berufsgruppen und Fachdisziplinen hinweg ist der Schlüssel zum Erfolg der Charité“, sagte der Charité-Chef Karl Max Einhäupl. Für die „Focus“-Klinikliste 2013 wurden verschiedenste Daten zur medizinisch-pflegerischen Qualität der mehr als 2000 Krankenhäuser gesammelt. Auch die Empfehlungen von 22.000 Fachärzten flossen ein.

„Hohe klinische Qualität“

Einhäupl verwies auf die Strategie der Charité, die Krankenbetreuung noch stärker mit der medizinischen Forschung zu verbinden, wie es die Gründung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIG) mit dem Max Delbrück Centrum für Molekulare Medizin zum Ziel hat: „Klinik und Forschung sind integriert. Kluge Forschung wird durch klinische Beobachtungen inspiriert, und neue Forschungsergebnisse bedeuten medizinischen Fortschritt – zum Wohle unserer Patienten“; sagte der Charité-Vorstandschef. Hier wolle Berlins Universitätsklinik „Innovationsführer bleiben und neue Impulse setzen“.

Das erneut herausragende Ergebnis wertete der Direktor des Klinikums, Matthias Scheller, als Ansporn und Ermutigung. „Neben einer durchweg hohen klinischen Qualität ist die weitere bauliche Erneuerung der Charité nun eine vorrangige Aufgabe. Damit der Aufenthalt nicht nur sicher und medizinisch erfolgreich, sondern möglichst komfortabel ist.“

Die Zukunft der Universitätsklinik war am Mittwoch auch Thema im für die Finanzen zuständigen Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Die Parlamentarier besichtigten das Klinikum. Oppositionspolitiker wie der Grünen-Haushaltsexperte Jochen Esser gewannen den Eindruck, dass die Sanierung auch nach den bereits bewilligten 330 Millionen Euro nicht abgeschlossen sein wird. „Wir haben da ein Milliardenproblem“, sagte Esser, vor dem man sich nicht wegducken könne. Der Vorstand beziffert in seinem vom Ausschuss zur Kenntnis genommenen Entwicklungsplan bis 2024 den Finanzbedarf auf 600 Millionen Euro. Das meiste Geld, nämlich 361 Millionen Euro, müssten ab 2018 in die Erneuerung des Campus Virchow in Wedding investiert werden.