Kultur

Park und Schloss Sanssouci leiden unter Vandalismus

Abgebrochene Finger an Skulpturen und Namen, die in Stein geritzt sind: Das Unesco-Weltkulturerbe Park und Schloss von Potsdam-Sanssouci leidet zunehmend unter mutwilligen und anderen Zerstörungen.

„Zum Teil werden an Kunstgütern große Schäden angerichtet“, sagte der Verantwortliche für operative Sicherheit bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, René Mende. Schmierereien und Graffiti müssen beispielsweise aufwendig beseitigt werden.

René Mende betonte, die Verursacher der Schäden stammten aus allen Alters- und Bevölkerungsgruppen. „Da werden antike Skulpturen erklettert, um ein besseres Fotomotiv zu bekommen. Zurück bleiben nicht nur Trittspuren“, sagte Mende. „Die Restaurierung eines abgebrochenen Fingers oder anderer Teile kann schon mal 10.000 Euro kosten“, sagte er. Viel schwerer wiege aber, dass Kunstgüter beschädigt oder auch zerstört werden.

Zugenommen habe in letzter Zeit das Einritzen von Namen oder Daten in Sand- oder Marmorsteinplatten. „Das wird bei der Restaurierung richtig teuer“, sagte Mende. Für manche sei es ein Spaß, sich in den riesigen Steinwannen im Park fotografieren zu lassen und dort zu posieren. „Doch es sind wertvolle Kunstwerke, mit denen sorgsam umgegangen werden muss.“ In dem rund 280 Hektar großen Park laufen Mende zufolge Mitarbeiter Streife, um solchen Vandalismus aufzudecken.