Kriminalität

Kabeldieb springt auf Flucht vor Polizei in den Schlachtensee

Zivilfahnder der Bundespolizei haben in der Nacht zu Montag in Zehlendorf drei mutmaßliche Kabeldiebe auf frischer Tat ertappt und festgenommen.

Die Männer wollten an der Bahnstrecke der S 7 zwischen den Stationen Grunewald und Nikolassee mehr als 100 Meter Kupferkabel stehlen. Einer der drei Tatverdächtigen versuchte zu flüchten und sprang dabei in den Schlachtensee. Der Mann wurde wie seine beiden Komplizen festgenommen. Die Beamten der Bundespolizei hatten gegen 22.40 Uhr drei Männer beobachtet, die sich an einem Kabelschacht entlang der S-Bahn-Trasse zu schaffen machten. Die Verdächtigen zogen Kupferkabel aus dem Schacht, zerschnitten die Leitungen und entfernten die Isolierungen. Die Polizisten überraschten die Männer. Einer der Diebe wollte sich der Festnahme entziehen und sprang in den Schlachtensee. Er kam aber freiwillig wieder aus dem See heraus und stellte sich.

Ein weiterer Kabeldiebstahl hat am Montagmorgen zu Beeinträchtigungen im Berliner-S-Bahnverkehr geführt. Signalstörungen sorgten auf den Strecken der S1 und S25 für Verspätungen. Nach etwa drei Stunden waren die Schäden behoben. Die S-Bahnen fuhren seitdem nach Angaben der S-Bahn Berlin GmbH planmäßig. Der Diebstahl von mehreren Metern Kabeln war zweieinhalb Stunden nach Mitternacht entdeckt worden. Von den Tätern gab es bislang nach Angaben der Bundespolizei keine Spur. In den vergangenen Monaten hatten Kabeldiebstähle immer wieder für Probleme im Berliner S-Bahnverkehr gesorgt.