Gesundheit

Trinkwasser im Westen Berlins mit seltener Erde belastet

Eine Studie der Bremer Jacobs University hat eine zunehmende Verunreinigung des Berliner Trinkwassers mit dem Kontrastmittel Gadolinium festgestellt.

Zwar ist das Mittel, das in Untersuchungen mittels MRT eingesetzt wird, für den Menschen nicht schädlich, es dient jedoch als Indikator für weitere Verunreinigungen des Trinkwassers durch Arzneimittel. Die Substanzen gelangen über den ausgeschiedenen Urin in das Abwassersystem. In Klärwerken wird das Wasser dann gereinigt und neu aufbereitet. Dabei können jedoch nicht alle Substanzen gefiltert werden und gelangen so zurück in den Trinkwasserkreislauf. Gesundheitliche Folgen dieser Substanzen sind noch nicht hinreichend untersucht. Die Studie war bereits 2009 zu dem Ergebnis gekommen, dass besonders das Trinkwasser in den westlichen Bezirken mit der Erde Gadolinium verunreinigt ist. Diese nahm teilweise in den letzten drei Jahren noch um ein 11,5-faches zu. Spitzenreiter sind die Mitte, Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Bezirke im Ostteil vermelden keine signifikanten Werte. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die unterschiedliche Wassereinspeisung aus den Klärwerken.