Erholungspark Marzahn

Auf der Terrasse ranken die englischen Teerosen

In den Gärten der Welt entsteht ein Cottage-Garten

Ein englischer Exportschlager wird die bislang neun „Gärten der Welt“ im Erholungspark Marzahn ergänzen. Für einen „Englischen Cottage-Garten“ wurde jetzt der Grundstein gelegt. Er soll im Frühjahr 2015 öffnen. Im Mittelpunkt steht ein Cottage mit hohem Reet- oder Schilfdach. Es wird eine Gaststätte beherbergen. Besucher können auch auf der Terrasse Platz nehmen und neben Tee und anderen Spezialitäten von der Insel den Duft der englischen Rosen genießen, die von Buchsbaumhecken und einer Pergola eingerahmt sind. Der sechs Hektar große Landschaftsgarten erhält auch einen Stauden- und Kräutergarten, Obst- und Wildblumenwiesen, ein Wasserbecken sowie weite Erholungsflächen. Spaziergänger können im „Pleasure Ground“ flanieren.

Das Büro Austin-Smith:Lord aus Manchester hat die Anlage entworfen. Investiert werden 3,85 Millionen Euro aus Landes- und Bundesfonds. Der stellvertretende britische Botschafter Andrew Noble lobte das Projekt: „In Marzahn wird zu sehen sein, dass die Geburtsstätte der Landschaftsarchitektur in England liegt.“ Die Gärten seien wahre Kunstwerke und Exportschlager. Er habe in Deutschland schon viele schöne englische Gärten kennengelernt, und freue sich, dass in der Hauptstadt noch einer entstehen werde. Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) sagte: „Als ersten Schritt zur Internationalen Gartenausstellung 2017 holen wir die englische Gartenkunst nach Berlin.“ Die „Gärten der Welt“, in die bisher allein 14 Millionen Euro an Senatsmitteln geflossen sind, bauten ihre Bedeutung mit der Internationalen Gartenausstellung (IGA) noch weiter aus. Mit 730.000 Gästen wurde 2012 wieder ein Besucherrekord verzeichnet.

Für Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD) steht fest: „Schon so mancher Besucher unserer größten Touristenattraktion, der Marzahn-Hellersdorf bisher nicht kannte, hat sein Vorurteil von der grauen Platte revidiert.“ Einen Tag vor der Grundsteinlegung war der europaweite Wettbewerb für ein neues Besucherzentrum am Eingang Blumberger Damm entschieden worden. Sieger wurde das Luxemburger Architektenbüro WW+ aus Esch. Der moderne Neubau soll den Besucherservice, einen Informations- und Veranstaltungsbereich sowie eine gastronomische Einrichtung aufnehmen. Die Finanzierung übernehmen wieder Bund und Berlin.