Widerstand

Neuer Streit über Atelierhaus an der Prenzlauer Promenade

Über das bedrohte Atelierhaus an der Prenzlauer Promenade gibt es wieder Streit.

Rund 90 Künstler wollen sich einer Schließung ihrer Ausstellung in dem Haus widersetzen, wie der Berufsverband Bildender Künstler Berlin e.V. am Dienstag ankündigte. Die Finanzverwaltung habe den Liegenschaftsfonds mit der „Entsorgung“ der Kunst beauftragt, sagte Vereinschef Herbert Mondry. „Das ist Barbarei.“

Der für die Verwaltung des Hauses zuständige Liegenschaftsfonds wies die Vorwürfe zurück. Die Künstler hätten den Ausstellungsraum ohne einen Mietvertrag genutzt. Sie seien deshalb gebeten worden, ihre Bilder zu entfernen, sagte eine Sprecherin. Nach Angaben des beteiligten Künstlers Klaus Winichner gibt es dafür am Mittwoch zwischen 10 und 11 Uhr eine Stunde Zeit. Die Künstler wollten der Aufforderung aber nicht folgen, sagte Winichner.

Über die künftige Nutzung des Hauses ist nach Angaben aus dem Senat noch nicht abschließend entschieden. Die Finanzverwaltung will zumindest Teile für Wohnungen nutzen. Der Liegenschaftsfonds hat das Grundstück den städtischen Wohnungsunternehmen angeboten. Die Kulturverwaltung setzt sich dagegen für einen Erhalt der Atelierräume ein. Der Liegenschaftsfonds hatte das Grundstück Nach Angaben von Winichner arbeiten rund 90 Künstler in dem Haus.