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Langer Winter verzögert Sanierung der Sommerbäder

Die Berliner müssen in diesem Jahr womöglich länger auf ihren Badespaß in den Freibädern warten.

Denn der lange Winter verzögert die Sanierung der Sommerbäder – und damit eventuell auch die Eröffnung der Saison. „Im Vergleich zu 2012 hinken wir etwa 14 Tage hinterher. Jeder Tag Verzögerung ist problematisch“, sagte Michael Thoma, stellvertretender Leiter Bautechnik der Bäderbetriebe. In Berlin gibt es 26 Sommer- und Freibäder, darunter einige an Seen.

Eigentlich sei geplant, die ersten fünf Bäder Anfang Mai zu eröffnen. Die restlichen Sommerbäder sollen Mitte Mai und Anfang Juni folgen. Zuvor müssen die Becken für die Badesaison allerdings umfassend saniert werden. Dafür werden nach Angaben von Thoma dauerhaft Temperaturen von mindestens fünf Grad benötigt. „Wir tun unser Möglichstes, sind aber auf einen soliden Wetterumschwung angewiesen.“ Nach diesem Winter erwarte man nach Angaben von Thoma zudem größere Schäden. „Es gab mehr Wechsel zwischen Tauen und Frieren. Diese Temperaturschwankungen sind sehr ungünstig für die Substanz.“ Besonders die Becken mit Keramikfliesen seien anfällig. Vier der fünf Bäder, die Anfang Mai eröffnen sollen, besitzen Becken mit Fliesen. Bei einem Bad seien bereits jetzt größere Schäden erkennbar.

Insgesamt koste die Sanierung je nach Zustand der Becken zwischen 20.000 und 70.000 Euro pro Bad. Dabei muss das Wasser abgelassen werden und das Becken trocknen. Anschließend werden die Schäden repariert. Danach wird frisches Wasser eingefüllt und erwärmt. Zum Abschluss nimmt das Gesundheitsamt Proben und gibt das Bad frei.