Hilfe

Prügel-Opfer erhebt Vorwürfe gegen Busfahrer

Nach der Prügelattacke von vier Jugendlichen gegen einen 24 Jahre alten Mann hat das Opfer schwere Vorwürfe gegen einen BVG-Busfahrer erhoben.

Der Fahrer habe ihn in der Notsituation im Stich gelassen, sagte der 24-Jährige der Berliner Morgenpost. „Er hat einfach die Türen geschlossen und mich erst reingelassen, als ich mich vor den Bus geworfen habe.“ Wie berichtet, war der junge Mann am vergangenen Sonnabend in Biesdorf von vier Jugendlichen attackiert und verletzt worden. Die mutmaßlichen Täter drängten das Opfer zunächst im Bus der Linie 191 grundlos von seinem Sitzplatz. An der Haltestelle Elisabeth- Ecke Oberfeldstraße zerrten die Jugendlichen den 24-Jährigen dann aus dem Bus und schlugen auf ihn ein. Zeugen eilten dem Opfer zu Hilfe, woraufhin die Schläger flüchteten.

Die BVG wies die Vorwürfe des jungen Mannes am Dienstag zurück. Der Busfahrer habe sich richtig verhalten, sagte BVG-Sprecher Klaus Wazlak. Solange sich die Täter vor dem Bus aufhielten, habe er die Türen geschlossen, um die anderen Fahrgäste zu schützen. Dies habe beim Opfer offenbar den Eindruck erweckt, der Fahrer verwehre ihm die Hilfe. „Unser Mitarbeiter hat jedoch sofort die Leitstelle informiert und ganz gewaltig auf die Hupe gedrückt“, sagte Wazlak. Deshalb hätten die Täter dann auch die Flucht ergriffen. Danach habe der Fahrer das Opfer in den Bus gelassen und gewartet, bis es von Polizei und Feuerwehr versorgt wurde. Die Polizei hat bisher keine Ermittlungen gegen den Busfahrer aufgenommen.