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Wiederwahl: Lindner wird FDP-Spitzenkandidat ++ Wohnungsbrand: Drei Polizisten bei Rettungsaktion verletzt ++ Urteil: Amt muss Auskunft über Buschkowsky-Buch geben ++ Bahnverkehr: ICE muss auf offener Strecke evakuiert werden

Lindner wird FDP-Spitzenkandidat

FDP-Landeschef Martin Lindner soll die Berliner Liberalen in diesem Herbst zum zweiten Mal in den Bundestagswahlkampf führen. Der 47-Jährige wurde auf einer Bundeswahlversammlung am Freitagabend mit 83,3 Prozent zum Spitzenkandidaten gewählt. Der Jurist erhielt 275 Ja-Stimmen. 48 votierten gegen ihn, sieben enthielten sich. Im Jahr 2009 hatte Lindner den Spitzenplatz in einer Kampfkandidatur gegen den damaligen FDP-Landeschef Markus Löning erobert. Lindner ist inzwischen Fraktionsvize im Bundestag und wirtschaftspolitischer Sprecher. Vor vier Jahren hatte die Berliner FDP bei der Bundestagswahl 11,5 Prozent errungen. Seit gut einem Jahr ist Lindner Landesvorsitzender der Berliner FDP.

Drei Polizisten bei Rettungsaktion verletzt

In einer Wohnung an der Kienitzer Straße in Neukölln ist in der Nacht zu Freitag aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Eine Anwohnerin hatte gegen 1.10 Uhr Flammen an einem Küchenfenster der Wohnung in der dritten Etage bemerkt. Sie rief die Polizei und die Feuerwehr. Polizisten führten nach ihrem Eintreffen zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 23 und 28 Jahren aus der brennenden Wohnung. Drei Beamte erlitten dabei leichte Rauchgasvergiftungen und wurden von Rettungskräften der Feuerwehr ambulant behandelt. Bewohner des Hauses wurden nicht verletzt. Ein Fachkommissariat der Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Amt muss Auskunft über Buschkowsky-Buch geben

Das Bezirksamt Neukölln muss der Presse Auskunft darüber geben, ob und wie viele Mitarbeiter des Amtes an dem jüngsten Buch von Bürgermeister Heinz Buschkowsky mitgewirkt haben. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg jetzt in zweiter Instanz entschieden. Buschkowsky hatte das Buch „Neukölln ist überall“ im Herbst 2012 als Privatperson veröffentlicht. Ein Journalist hatte Auskunft darüber erbeten, ob Mitarbeiter des Amtes außerhalb der Dienstzeit an dem Buch mitgewirkt hätten und wie sie gegebenenfalls bezahlt wurden. Die Behörde hatte die Auskünfte mit Verweis auf schutzwürdige Interessen der Mitarbeiter verweigert. Dagegen hatte der Journalist geklagt und in zweiter Instanz recht bekommen.

ICE muss auf offener Strecke evakuiert werden

520 Fahrgäste eines ICE von Berlin nach Hannover haben einen anstrengen Freitagnachmittag erlebt. Gegen 13.45 Uhr blieb der Zug mit einem technischen Schaden auf offener Strecke zwischen Gardelegen und Oebisfelde in Sachsen-Anhalt liegen. Eine Weiterfahrt war nach Angaben eines Bahnsprechers nicht möglich. Um den Pannenzug abschleppen zu können, mussten die Reisenden die Wagen verlassen. Zwei nachfolgende Züge, auf der Strecke in Richtung Großraum Rhein-Ruhr am Freitag ohnehin schon voll besetzt, mussten die Fahrgäste aufnehmen. Beide Gleise waren dadurch zeitweise blockiert. Andere Fernverkehrszüge mussten warten oder wurden über Magdeburg umgeleitet.