Unter 20 Euro

Hirsch, Schwein, Känguru, Fisch – asiatisch auf den Tisch

Wie ein Ufo liegt der dreieckige Center-Neubau „Moa“ mit Supermarkt im Erdgeschoss und Berlins größtem Asia-Restaurant Zhou’s Five an der Putlitzstraße.

Durch eine Flughafen-Atmosphäre mit grellem Licht geht es per Rolltreppe ins Restaurant. Das empfängt mit moderner Einrichtung, gläsernen Raumteilern, Kronleuchtern, wenig kitschiger Dekoration und eingedeckten Tischen mit braunen Kunstlederstühlen. Ein Oberkellner platziert die Gäste, die alle ungläubig auf das riesige Buffet starren. Sechs Stationen mit über 50 Metern Länge, unglaublich. Jeder zweite Gast greift zum Handy, um zu fotografieren.

Am Tisch bekommt er zwar die Speisekarte, aber nur für die Getränkebestellung. Hier wird vom Büffet gegessen. Das kostet mittags 7,90 Euro, abends 14,50 Euro. Im Angebot sind vietnamesische, japanische, thailändische, chinesische und mongolische Speisen. Der Großteil wartet unter dem Wärmestrahler auf Zugriff, manches kann man auch auf dem Teppanyaki-Grill frisch zubereiten lassen. Damit die Kellner wissen, welche Portion an welchen Tisch gehört, wird am Teller eine Wäscheklammer mit Tischnummer befestigt.

Das frisch zubereitete Essen ist am Ende klarer Favorit. Gemüse, Fleisch von Huhn, Rind, Schwein, aber auch Hirsch und Känguru, Fisch und Meeresfrüchte kamen in guter Qualität und heiß auf den Tisch. Erheblich weniger ansprechend waren die vorgekochten Gerichte, die teilweise arg eingetrocknet aussahen. Gut schmeckte die scharfe Hühnerleber mit Zwiebeln, grenzwertig das Sushi. Und die Nachtisch-Vitrine sah mit grellem Wackelpudding und Kuchenstückchen aus wie eine Installation von Jeff Koons. Zuletzt noch ein Pluspunkt: die Weinkarte mit ausgesuchter Qualität zu moderaten Preisen.

Zhou’s Five Stephanstraße 41-43, Moabit, täglich 12-23 Uhr, Tel. 42 20 07 89, www.zhousfive.de

Bewertung

Geschmack +++

Ambiente +++

Service ++++

Preis/Leistung ++++

Gesamt+++

Höchstwertung: +++++