Kino

Seine Quelle des Lebens

Oskar Roehler feiert die Filmpremiere seiner Autobiografie im Delphi Filmpalast

Nicht nur auf der Leinwand unternahm Oskar Roehler am Dienstagabend mit seinem Publikum eine Reise ins alte West-Berlin. Im „Delphi Filmpalast“ an der Kantstraße feierte der Regisseur die Premiere seines neuen Films „Die Quellen des Lebens“. In dem melancholischen Familienepos erzählt er basierend auf seinem autobiografischen Roman „Herkunft“ die Geschichte von Robert Freytag und seiner Familie über drei Generationen hinweg – und damit zugleich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

In seinem jüngsten Werk kann Oskar Roehler mit einem hochkarätig besetzen Darstellerensemble aufwarten. Dementsprechend hoch war gestern auch die Prominenten-Dichte auf dem roten Teppich. Die Hauptdarsteller Jürgen Vogel, Lavinia Wilson und Meret Becker ließen sich das Blitzlichtgewitter in Charlottenburg ebenso wenig entgehen wie Kostja Ullmann, Thomas Heinze, Sonja Kirchberger und Wilson Gonzalez Ochsenknecht, die im Film weitere Rollen übernommen haben. Letzterer erhielt zudem prominente Unterstützung von seiner Mutter Natascha Ochsenknecht.

Jürgen Vogel, der im Film einen Kriegsheimkehrer und den Opa der Hauptfigur spielt, erinnert sich selbst noch gut an seine Kindheit in den 70er-Jahren. „Mein Großvater war zehn Jahre lang in Kriegsgefangenschaft. Ich bin damit aufgewachsen“, sagte er und fügte hinzu: „Dieser Film ist ein Stück Wir.“

„Es ist die Zeit, in der ich aufgewachsen bin“, sagte auch Thomas Heinze. „Damals gab es nicht nur so coole Typen wie die Figur von Wilson Gonzalez, sondern auch die ganz normalen Spießer.“

Für Kostja Ullmann, der erst 1984 geboren wurde, waren die Dreharbeiten vor allem ein Abenteuer in einer unbekannten Vergangenheit. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit den Kostümen durch die Zeit zu reisen“, so der Schauspieler.

„Die Quellen des Lebens“ startet am 14. Februar in den Kinos.