Pankow

Zu finster: Bußgeld gegen Investor verhängt

Das Bezirksamt Pankow geht gegen den Bauherrn des neuen Geschäftshauses am Garbátyplatz vor.

- "Wir haben ein Bußgeld von 50.000 Euro verhängt", sagte Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne). Grund dafür ist die dunkle Fassade des Brückenteils, das zwei einzelne, dreigeschossige Häuser verbindet. Diese Fassade sei nicht so realisiert, wie in den genehmigten Planungsunterlagen vorgesehen, kritisierte Kirchner. Es gebe einen eklatanten Unterschied. "Geplant war ein helles, transparentes Erscheinungsbild." Ein Gespräch mit dem Investor, der Merz Objektbau GmbH aus Baden-Württemberg, habe nicht zu einer Einigung geführt, so der Stadtrat. Das Unternehmen hat nun zwei Wochen Zeit, auf den Bußgeldbescheid zu reagieren. Außerdem hat das Bezirksamt die Firma verpflichtet, die kritisierte Brückenfassade abzubauen und durch eine neue zu ersetzen, die der Baugenehmigung entspricht. Das neue Handels- und Ärztezentrum am Garbátyplatz, neben dem U- und S-Bahnhof Pankow, steht seit Monaten in der Kritik. Passanten, Anwohner und Bezirkspolitiker beschweren sich über die düstere Wirkung der schwarzen bis anthrazit-farbigen Verkleidung. Die Baugenehmigung war im März 2011 erteilt worden. Im April 2011 war Baubeginn. Im Neubau sind insgesamt 5700 Quadratmeter Nutzfläche entstanden. 2200 Quadratmeter werden von Geschäften genutzt, rund 3500 Quadratmetern von Arztpraxen. Die gesamte Investition liegt bei 20 Millionen Euro.