Internationaler Wettbewerb

800 Studenten debattieren um den Weltmeistertitel

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Andreas Gandzior

Internationaler Wettbewerb hat an der TU begonnen

Über den Jahreswechsel ist Berlin Austragungsort eines recht ungewöhnlichen Wettstreits: die Weltmeisterschaft im studentischen Debattieren. Bis zum 4. Januar treffen sich die besten studentischen Redner der Welt beim World Universities Debating Championship (WUDC). Das größte Turnier dieser Art weltweit findet erstmals in Deutschland statt. In den kommenden Tagen debattieren sie vor einer Jury in Vor-, Haupt- und Finalrunden um den Titel. Im Schlagabtausch geht es um politische, gesellschaftliche und ökonomische Themen aus Gegenwart und Zukunft.

"Der Debattierclub der Universitäten, die Berliner Debating Union, hat die 33. Auflage des Turniers organisiert", sagt Pressesprecherin Annette Kirste. "Wir erwarten ungefähr 1400 Studierende aus aller Welt." "Ich wollte mein Englisch verbessern und bin in den Debattierclub der National University Lesotho eingetreten", sagt Leomile Motsetsela. "Für mich ist es die erste Weltmeisterschaft." Es gehen unter anderem Teams aus Myanmar, China, Serbien, Simbabwe, Tadschikistan, USA und Kanada an den Start. Aus Kurdistan kommt Muhammad A. Ahmad. "Ich habe an der Universität in Südkorea mit dem Debattieren begonnen", sagt er. "Die Weltmeisterschaft ist meine 15. Veranstaltung." Aus dem afrikanischen Königreich Lesotho ist der Jurastudent Sekese Rasephei angereist. "Das Debattieren werde ich später als Rechtsanwalt gut brauchen können", sagt der 21-Jährige. "Es ist mein erster Besuch in Europa. Auf den Wettkampf habe ich mich vier Monate vorbereitet."

800 Teilnehmer aus 82 Nationen werden in den kommenden Tagen in Teams gegeneinander antreten. Zusätzlich kommen Juroren, ehrenamtliche Helfer, debatteninteressierte Beobachter und Stipendiaten aus 45 Ländern. Aus Deutschland werden Teams von neun Universitäten antreten.

"Die Turniersprache ist Englisch", sagt Kirste. "In drei Kategorien treten die Teams gegeneinander an. Zum Schluss werden Weltmeistertitel in diesen drei Kategorien ermittelt." Debattiert wird in den Bereichen Englisch als Muttersprache, Englisch als Zweitsprache und Englisch als Fremdsprache. Bei der Einteilung in diese drei Gruppen werde auch die Möglichkeit, Englisch lernen zu können, berücksichtigt, sagt Jens Fischer vom Organisationskomitee. Den Zweier-Teams wird ein Thema genannt, auf das sie sich 15 Minuten vorbereiten können. Anschließend haben sie sieben Minuten Redezeit. 2012 in Manila wurden Mannschaften aus Australien, Israel und Südkorea Weltmeister. Die Titelträger gehen auch in Berlin an den Start.

Hauptaustragungsort ist die Technische Universität an der Straße des 17. Juni in Charlottenburg. Das öffentliche Finale beginnt am 3. Januar um 17 Uhr im Maritim Hotel an der Stauffenbergstraße 26 in Tiergarten.