Genuss

Guten Freunden gibt man doch Pralinen

Juliane Günther verschenkt Trüffel in der Weihnachtszeit

Es ist eigentlich wie jedes Jahr: Juliane Günther nimmt sich vor, in der Adventszeit, der stillen Zeit, besonders viele schöne Dinge wie Kochen, Backen und Dekorieren einzuplanen. Und dann kommt es doch wieder anders. Der Terminkalender ist voll, die Vorbereitungen nehmen kein Ende. Doch eine Sache ist wichtig, besonders für ihren Freund Christian Plagemann: die Cognactrüffel. Sie haben Tradition. "Unverzichtbar", sagt die 31-jährige Flugbegleiterin. "Und so einfach zuzubereiten. Wenige Zutaten, wenig Aufwand. Alles was man braucht, ist ein bisschen Zeit."

Also macht sie sich auch dieses Jahr in ihrer kleinen Küche in Dahlem an die Arbeit, noch kurz vor Weihnachten. Sie wird dabei beobachtet von ihrem Freund. Er will den Moment einer ersten Kostprobe nicht verpassen. "Es gibt die Cognactrüffel ja nur einmal im Jahr - und ich esse sie einfach so gerne", sagt er. "Und sie sind eine tolle Alternative zu Plätzchen." Aber nicht nur Christian Plagemann freut sich auf die Delikatesse. Auch zahlreiche Freunde haben bereits nach ihren Cognactrüffeln gefragt. "Ich verschenke sie gerne, oft in kleinen weihnachtlichen Tüten mit roter Schleife oder in Minischachteln", sagt Juliane Günther. "Die Cognactrüffel werden gerne zum Adventstee gereicht oder sind ein kleines Dessert nach herzhaftem Essen." Dieses Jahr rundet sie ihr Geschenk noch ab. "Mit selbstgemachtem Baileys in kleinen Glasflaschen. Und eventuell mache ich noch Butter-Sahne-Trüffel. Sie schmecken auch sehr fein und sehen nett aus."

Cognactrüffel, 40 Stück

250 Milliliter süße Sahne

900 Gramm Zartbitter-Kuvertüre

125 Gramm Butter

4 Esslöffel Cognac

70 Gramm echter Kakao

500 Gramm der Kuvertüre zerkleinern. Die Sahne aufkochen und die Kuvertüre-Stückchen mit der Butter hinein geben. Zu einer glatten Masse rühren. "Die Buttersorte kann jeder ganz nach seinem Geschmack aussuchen", sagt Juliane Günther. "Ich nehme meistens Süßrahmbutter, aber es geht natürlich auch Sauerrahmbutter. Oder Joghurtbutter, falls jemand auf sein Cholesterin achten muss." Beim Erwärmen und Glattrühren der Masse empfiehlt sie, daneben zu stehen und immer wieder umzurühren. "Man sollte sie auf jeden Fall nur mit geringer Hitzezufuhr erwärmen, damit sie nicht anbrennt. Denn das passiert sehr leicht." Anschließend die Masse für viereinhalb Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann herausnehmen und mit einem Quirl schaumig schlagen. Den Cognac unterrühren und alles in einen Spritzbeutel geben. Ein Schneidebrett oder eine ähnliche Fläche mit Alufolie bespannen und mithilfe des Spritzbeutels 40 kleine Portionen darauf setzen. "Wenn man keinen Spritzbeutel hat, geht zur Not auch ein Teelöffel", sagt Juliane Günther. "Aber es ist ein bisschen schwierig, genau gleich große Portionen damit abzustechen. Sie sollten ungefähr so groß sein wie zwei Haselnüsse." Alles mit ein wenig des Kakaopulvers bestäuben und weitere zwei Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Dann zu Kugeln formen und eventuell noch einmal kurz in den Kühlschrank stellen. Die restliche Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Kugeln einzeln auf eine Gabel setzen und kurz in die Kuvertüre eintauchen. Anschließend im restlichen Kakao in einer Schüssel wenden und auf einen Teller legen. "Ich gebe zu, die optimale, runde Form haben sie nicht immer", sagt Juliane Günther. "Aber schließlich zählt ja der Geschmack." Und der sei umwerfend, findet ihr Freund. Die Cognactrüffel schmecken nur wenig nach Alkohol. Wer dennoch lieber Trüffel ganz ohne Alkohol mag, kann alternativ Butter-Sahne-Trüffel zubereiten.

Butter-Sahne-Trüffel, 50 Stück

250 Milliliter süße Sahne

1 halbe Vanilleschote

etwas Puderzucker

500 Gramm Vollmilchkuvertüre

125 Gramm Butter

420 Gramm weiße Schokolade

50 Gramm Kokosfett

eventuell kleine Pralinen-Häubchen aus Papier

Die Sahne mit dem heraus gelösten Inhalt der Vanilleschote und der geleerten Schote aufkochen. Dann die Schote herausnehmen und die Kuvertürestückchen samt der Butter in die Sahne geben. Langsam schmelzen lassen und zu einer glatten Masse rühren. Vier Stunden kalt stellen und anschließend mit dem Quirl schaumig schlagen. Dann mit dem Spritzbeutel oder Teelöffel 50 kleine, gleich große Portionen auf ein mit Alufolie bespanntes Brett setzen und sie dünn mit Puderzucker bestäuben. Zwei Stunden in den Kühlschrank legen. Weiße Schokolade zerkleinern und mit dem Kokosfett im Wasserbad schmelzen. Die Schokoportionen aus dem Kühlschrank nehmen und zu Kugeln formen. Jede Kugel auf eine Gabel setzen und kurz in die flüssige, weiße Schokolade tauchen. Auf ein Blech mit Alufolie legen. Nach ungefähr einer halben Stunde restliche Vollmilchkuvertüre schmelzen, um die Kugeln zu verzieren.

Baileys

200 Milliliter süße Sahne

70 Milliliter Vollmilch

100 Milliliter Cognac

2 Esslöffel Zucker

2 Esslöffel Kakao

1 Päckchen Vanillezucker

Alle Zutaten gut vermischen, am besten mit dem Quirl, und in eine oder mehrere kleine Flaschen abfüllen. Die Menge ergibt ungefähr 375 Milliliter. Viele kleine Glasflaschen, die im Handel erhältlich sind, fassen genau dieses Volumen. Den abgefüllten Baileys einen Tag in den Kühlschrank stellen und dabei zwischendurch immer wieder schütteln. Auch unmittelbar vor dem Servieren noch einmal schütteln. "Wenn er morgens zubereitet wird, kann man ihn eigentlich abends schon verschenken", sagt Juliane Günther. Der Baileys hält mindestens eine Woche.