Ehrenpreis

Wer wird Berliner des Jahres?

Die Berliner Morgenpost und der Radiosender 104.6 RTL suchen die herausragende Persönlichkeit der Stadt

Das Jahr 2012 geht seinem Ende entgegen. Zeit, Bilanz zu ziehen: Welche Persönlichkeit hat in diesem an politischen Pleiten und Pannen so reichen Jahr Herausragendes in unserer Stadt und für unsere Stadt geleistet? Wer verdient es, ausgezeichnet zu werden? Berliner Morgenpost und der Radiosender 104.6 RTL suchen wieder den Berliner des Jahres. Zum neunten Mal vergeben wir den Ehrenpreis. Und Sie können mitmachen: Schlagen Sie uns Berliner vor, die Ihrer Ansicht nach diese Auszeichnung verdient haben.

Ihre Vorschläge können die gesamte Palette des Berliner Lebens betreffen. Sie können Menschen nominieren, die sich sozial oder ehrenamtlich engagieren, die sich um Benachteiligte oder Bedürftige kümmern, die als "Helden des Alltags" Zivilcourage oder besonderen Mut bewiesen haben. Menschen, die uns mit künstlerischen oder sportlichen Spitzenleistungen begeistern konnten ebenso wie Unternehmer oder Politiker, die etwas in der Stadt bewegt haben.

Wer könnte in diesem Jahr Chancen haben, den renommierten Titel zu gewinnen? Vielleicht Diskuswerfer Robert Harting, der Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in London? Oder Pop-Sänger Tim Bendzko, der den Echo 2012 als "Bester Newcomer National" gewann? Oder Tina K., deren Bruder Jonny am Alexanderplatz von sechs Männern zu Tode geprügelt wurde und die nun gegen Gewalt kämpft?

Hilfe für benachteiligte Kinder

Hat Daniel Barenboim, Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden, eine Chance? Er setzt sich für die Annäherung von Israelis und Palästinensern ein und konnte in diesem Jahr große künstlerische Erfolge feiern. Oder Bernd Siggelkow vom christlichen Kinder- und Jugendhilfswerk "Die Arche"? Er hat 2012 mehrere neue "Arche"-Projekte für Kinder aus sozial schwachen Familien eröffnet.

Wer schließlich zum "Berliner des Jahres 2012" gewählt wird, steht in einer Reihe würdiger Persönlichkeiten. Der erste Preisträger war 2004 der Kulturförderer Peter Raue. Er hatte in jenem Jahr die große MoMA-Ausstellung in die Neue Nationalgalerie geholt. 2005 folgte der Unternehmer und Mäzen Hans Wall. Der Vorsitzende des Vereins "Denk mal an Berlin" hat sich mit großem persönlichen und finanziellen Aufwand für viele Projekte eingesetzt. 2006 bekam die Ärztin Jenny de la Torre, die mit ihrer Stiftung Obdachlose medizinisch betreut, den Titel. 2007 wurde der Tierpfleger Thomas Dörflein Berliner des Jahres. Er hatte das Eisbären-Baby Knut aufgezogen. 2008 wurde der Entertainer Frank Zander ausgezeichnet, der sich seit 20 Jahren um Bedürftige in der Stadt kümmert. 2009 kürte eine Experten-Jury von Morgenpost und 104.6 RTL den Musiker Peter Fox (Album "Stadtaffe") zum Sieger. 2010 setzte die Jury Heinz Buschkowsky an die Spitze. Der SPD-Bezirksbürgermeister von Neukölln wurde vor allem wegen seines Eintretens für eine sinnvolle Integrationspolitik geehrt.

Im vergangenen Jahr wurde Monika Schultz Berlinerin des Jahres - stellvertretend für alle "stillen Helden", die Zivilcourage gezeigt und geholfen haben, als andere wegschauten. Monika Schultz hatte am S-Bahnhof Marzahn bei einer Schlägerei eingegriffen und dafür gesorgt, dass das Opfer von den Gleisen gezogen wurde.

Machen Sie mit bei der diesjährigen Wahl, schicken Sie uns Ihre Vorschläge - per Postkarte, Fax oder E-Mail. Die Adressen finden Sie im Info-Kasten. Bitte fügen Sie Ihrem Vorschlag eine kurze Begründung bei, warum Sie Ihren Kandidaten für preiswürdig halten.

Aus den Vorschlägen der Morgenpost-Leser und der Hörer von 104.6 RTL ergibt sich eine Liste von 50 Kandidaten, die wir nach den Weihnachtsfeiertagen in der Berliner Morgenpost präsentieren. Aus diesen 50 Kandidaten wählt eine unabhängige Jury den Berliner des Jahres 2012. In der Berliner Morgenpost-Ausgabe vom 3. Januar 2013 verraten wir Ihnen, wer die Wahl gewonnen hat - und wer die weiteren Persönlichkeiten sind, die es in die Liste der "Top Ten" geschafft haben.