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Brennpunkt Kurfürstenstraße

Kriminalität Das Milieu rund um die Kurfürstenstraße bestimmt auch die vorherrschenden Kriminalitätsformen. Überfälle auf Passanten oder Diebstähle und Einbrüche in umliegende Einzelhandelsgeschäfte sind häufig Bestandteil der Beschaffungskriminalität, die die vor Ort florierende Drogenszene nach sich zieht. Rivalisierende Zuhälterbanden liefern sich ebenfalls gewalttätige Auseinandersetzungen, auch unter den Prostituierten auf dem Straßenstrich herrscht ein raues Klima beim Kampf um die besten Plätze.

Auswirkungen Betroffen von der Kriminalität sind nicht nur Angehörige des Milieus sowie Drogensüchtige und Freier. Auch viele Anwohner leiden darunter. Immer wieder kommt es vor, dass die Dealer selbst Schulhöfe und Außengelände von Kindertagesstätten als "Bunker" benutzen, wo sie ihre Drogen vor dem Verkauf zwischenlagern. Und da man viele Prostituierte nicht sofort an ihrem Äußeren erkennen kann, passiert es Anwohnerinnen regelmäßig, dass sie verwechselt und von Freiern angesprochen werden.

Machtverhältnisse Auf dem Straßenstrich agieren verschiedene Zuhälterbanden, viele von ihnen kommen ebenso wie die für sie arbeitenden Frauen aus Osteuropa. Den Drogenhandel dominieren dagegen Türken und Araber. Beherrscht wird die Gegend jedoch von einer polizeibekannten arabischen Großfamilie. An deren Angehörige zahlen die Zuhälter sozusagen Standmiete, von ihnen sollen nach Ermittlungserkenntnissen der Polizei auch die örtlichen Straßendealer ihren Drogennachschub erhalten.