Enthüllung

Heidi Hetzer ehrt Künstler George Grosz

Auf dem vor zwei Jahren umgestalteten George-Grosz-Platz am Kurfürstendamm ist am Freitag eine Schmucktafel mit dem Namen des berühmten Berliner Malers, Grafikers und Satirikers enthüllt worden.

Heidi Hetzer, die die in Amerika lebende Familie Grosz persönlich kennt, hat sich dafür eingesetzt und auch die Kosten in Höhe von 1600 Euro übernommen. An der feierlichen Veranstaltung nahm auch Schwiegertochter Lilian Grosz teil. Sie ist die Witwe des im Jahr 2006 gestorbenen Sohnes des Künstlers, Peter Grosz. Sie war extra aus Princeton/New Jersey angereist.

George Grosz (1893-1959), der in Berlin geboren wurde, gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Weimarer Republik. "In seinen Gemälden und Zeichnungen hat Grosz uns ein gesellschaftskritisches Bild seiner Epoche festgehalten, dass mich heute noch immer sehr berührt", sagte Heidi Hetzer. Wie bei vielen Künstlern seiner Zeit hatten die Nazis auch die Werke von Grosz als entartete Kunst degradiert. Grosz emigrierte 1932 in die USA. "Diese Schicksale dürfen wir nicht vergessen", mahnte Hetzer. Deshalb sollten die Berliner auch den nach ihm benannten Platz kennen. George Grosz wohnte einst in der Trautenaustraße 12 und am Savignyplatz 5, wo er 1959 starb.

Sänger Henry de Winter sang anlässlich der Zeremonie das Lied "Liebling, mein Herz lässt dich grüßen" aus dem Film "Die Drei von der Tankstelle". Elisabeth Trautwein-Heymann, Tochter des Ufa-Komponisten Werner Richard Heymann, von dem das Lied stammt, freute sich sehr.

Auch die Wall AG hat bei der diesjährigen Weihnachtsbeleuchtung dem Platz eine besondere Ehre zukommen lassen. Mit dem beleuchteten Flugzeug erinnert sie dort an Peter Grosz. Er war Freund, großzügiger Mäzen und vor allem kompetenter Berater des Deutschen Technikmuseums Berlin: Mit dem Nachlass dieses renommierten Sammlers und Luftfahrthistorikers hatte das Museum 2007 von Lilian Grosz die größte private Sammlung von Archivalen zur Geschichte der deutschen Luftfahrttechnik aus der Zeit von 1909 bis 1918 übernommen.