Polizei kontrolliert Treffen von 250 Rockern in Weißensee

Die größte Zusammenkunft von Rockern seit Monaten in Berlin hat im Pankower Ortsteil Weißensee einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Etwa 250 Rocker verschiedener Ortsklubs der Hells Angels und deren Unterstützer-Klubs versammelten sich in der Nacht zu Sonnabend auf der Streustraße. Bevor die Klubmitglieder hinter verschlossenen Türen in einem zum Vereinsheim ausgebauten Gewerbegebäude feiern konnten, mussten sie sich Kontrollen unterziehen, an denen etwa 100 Polizisten beteiligt waren.

Nach Polizeiangaben wurde von 177 Rockern die Identität festgestellt. Die Streustraße wurde zwischen Behaimstraße und Roelckestraße für den Autoverkehr gesperrt. Auch der Zugang zum Vereinsheim von der Langhansstraße wurde durch die Beamten kontrolliert. Zu Zwischenfällen oder Festnahmen sei es nicht gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Sonnabend.

An der Veranstaltung nahmen auch Hells Angels aus Brandenburg, Sachsen sowie etwa 50 Rocker aus Dänemark teil. Nach Information der Berliner Morgenpost vermuten verdeckt arbeitende Ermittler der Polizei, dass bei dem Treffen ein neuer Klub gegründet wurde. Wie berichtet, hatte Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) im Mai die "Hells Angels Berlin-City" verboten.