Polizei

10.000 Euro Schmerzensgeld nach Polizei-Prügelattacke

Das Land Berlin zahlt einem Mann 10.000 Euro Schmerzensgeld, weil er vor drei Jahren von Polizisten verprügelt worden ist.

Wie erst jetzt bekannt wurde, stimmte das Land bereits Mitte Oktober einem entsprechenden Vergleich zu. Während das Zivilverfahren damit abgeschlossen ist, läuft parallel noch ein Strafverfahren. Ein Amtsgericht hatte die beiden Beamten bereits im April wegen Körperverletzung im Amt zu einer Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro verurteilt. Die Polizisten, das Opfer und die Staatsanwaltschaft hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Hintergrund für das Zivil- und das Strafverfahren ist die Prügelattacke zweier Polizisten gegen Oliver H. im September vor drei Jahren. H. hatte damals an der Demonstration "Freiheit statt Angst" teilgenommen. Weil er einen Platzverweis nicht befolgt haben soll, streckten ihn die Polizisten mit Faustschlägen nieder. Im Internet kursierten kurz darauf Handy-Videos von der Tat. H. erlitt nach Angaben eines Arztes einen Oberlippen-Abriss, Hautabschürfungen, Schwellungen und eine Traumatisierung.