Derzeit werde beraten, ob über den Montag, 5. November, hinaus protestiert werde, sagte der Anmelder der Mahnwache, Dirk Stegemann, der die Asylbewerber unterstützt. Fraglich sei, ob der Protest mit anderen bereits zuvor angemeldeten Veranstaltungen auf dem Pariser Platz in Konflikt gerate. Die Polizei machte dazu keine Angaben.

Der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses wird sich am Montag mit dem Protest der Flüchtlinge befassen. Die Opposition hatte den Umgang mit ihnen scharf kritisiert, nachdem die Polizei die Errichtung eines Zeltcamps verhindert und trotz der Kälte Schlafsäcke, Decken und Isomatten beschlagnahmt hatte. Innensenator Frank Henkel (CDU) verteidigte das Vorgehen unter Hinweis auf die Rechtslage. Das Verwaltungsgericht Berlin hat am Freitag in einem Eilverfahren entschieden, dass die Nutzung von Sitzkissen, kleineren Pappen oder ähnlichen Sitzunterlagen gestattet sei. Das Verbot von Zelten und Schlafsäcken wurde indes bestätigt. Nach einem Gespräch mit der Flüchtlingsbeauftragten des Bundes, Maria Böhmer (CDU), hatten die Demonstranten am Donnerstag ihren einwöchigen Hungerstreik beendet.