Bauende

Endspurt für Bauarbeiten im Berliner S-Bahn-Netz

Am Wochenende müssen Fahrgäste viel Geduld haben

Für die Nutzer der S-Bahn brechen bald bessere Zeiten an. Gleich zwei Großbaustellen verschwinden in wenigen Tagen, wie das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn am Donnerstag bestätigte. Vor allem die Fahrgäste der wichtigen Nord-Süd-Linie S1 profitieren davon. Zum Wochenstart am Montag sind die Gleisarbeiten auf dem Nordabschnitt zwischen den Stationen Wollankstraße und Schönholz beendet. Auch die S25 fährt dort dann wieder planmäßig. Bereits einen Tag vorher, gegen 7 Uhr am Sonntagmorgen, sollen erstmals seit April dieses Jahres wieder Züge der S1 in den Bahnhof Wannsee einfahren. Dort sind die Brückenarbeiten so weit abgeschlossen, dass der Verkehr zur gewohnten Endstation wieder rollen kann. Bis alle Gleisanlagen erneuert sind, müssen Fahrgäste, die zur S7 nach Potsdam-Hauptbahnhof umsteigen wollen, aber noch mit Wartezeiten rechnen. Nach Angaben der S-Bahn soll der direkte Anschluss voraussichtlich am 26. November wieder funktionieren.

Bevor die S1 wieder auf ihrer Stammstrecke von Wannsee nach Oranienburg fahren kann, wird an diesem Wochenende aber noch einmal kräftig gearbeitet. Für die Fahrgäste heißt das: Sie müssen sich gleich auf mehreren Abschnitten des Netzes auf erhebliche Einschränkungen, Pendelverkehr und Ersatzverkehr mit Bussen einstellen. Am Sonnabend trifft es die Fahrgäste im Süden. Wegen der noch ausstehenden Gleisarbeiten müssen sie den gesamten Tag zwischen den Bahnhöfen Schlachtensee und Nikolassee auf Ersatzbusse umsteigen.

Im Norden sollten vor allem Nachtschwärmer ihre Aktivitäten ohne S-Bahn planen. Bevor die S1 nach den umfangreichen Arbeiten ab Montag wieder planmäßig fährt, muss in weiten Teilen des Netzes die Computer-Software der elektronischen Stellwerke angepasst werden, wie ein S-Bahn-Sprecher am Donnerstag bestätigte. Von Freitag bis Sonntag, jeweils ab etwa 22 Uhr, wird es daher eng im Netz, mit - je nach Tag und S-Bahn-Linie - unterschiedlicher Dauer. Auf mehreren Abschnitten der Nord-Süd-Linien S1, S2 und S25 gibt es Ersatzverkehr mit Bussen oder Pendelverkehr mit ausgedünnten Takten. Betroffen sind zeitweise auch die Ringbahnlinien S41 und S42 zwischen Beusselstraße und Greifswalder Straße sowie die Linien S8 und S9. Die S-Bahn empfiehlt, die Route vor Fahrtantritt online (www.s-bahn-berlin.de) berechnen zu lassen. Im Routenplaner seien alle Baumaßnahmen und Ersatzverkehre berücksichtigt.

Auch in anderen Teilen des S-Bahn-Netzes sorgen Bauarbeiten für Einschränkungen. Wegen des Umbaus am Bahnhof Wildau fahren von Freitag, 21.45 Uhr, bis Betriebsbeginn am Montag auf der Linie S46 zwischen Zeuthen und Königs Wusterhausen nur Ersatzbusse. Fahrgäste sollten zwischen Ostbahnhof und Königs Wusterhausen auch die Regionalzüge der Linie RE2 nutzen. Auf den Linien S5, S7 und S75 ist außerdem in der Nacht zu Sonntag von 0.30 Uhr bis 4 Uhr der S-Bahn-Verkehr zwischen Lichtenberg und Ostkreuz unterbrochen. Grund ist der Neubau der Brücke an der Karlshorster Straße. Zwischen Lichtenberg und Rummelsburg fahren Ersatzbusse. Alternativ können Fahrgäste auf die U-Bahn-Linie U5 ausweichen.