Schuldfrage

Verkehrsverband kritisiert VBB

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat im Streit um die künftige Aufteilung der Einnahmen den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) scharf kritisiert.

Nicht die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die S-Bahn seien am "gegenwärtigen Chaos" schuld, sagte Werner Faber, Geschäftsführer der VDV-Landesgruppe Ost, am Freitag. Vielmehr sei offenbar eine "unüberlegte Veränderung der Geschäftsgrundlage" durch den VBB für die Situation verantwortlich. Das wiederum wies VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz als "Quatsch" zurück. Es geht um den seit zehn Jahren gültigen Einnahmeverteilungsvertrag innerhalb des VBB. Dieser umfasst pro Jahr ein Volumen von 695 Millionen Euro. Der VBB schüttet davon 14 Millionen in Brandenburg aus. Den Rest des Gesamtvolumens erhielten in Berlin bislang S-Bahn, BVG und DB Regio en bloc und verteilten ihn anteilig nach gefahrenen Kilometern und beförderten Fahrgästen. Mit dem Eintritt des vierten Anbieters, dem Unternehmen Odeg, ab Dezember, muss der Vertrag neu verhandelt werden, auch weil S-Bahn und DB Regio den Kontrakt kündigten.