Umbau

Breitere Gehwege und neue Fahrradspur in der Karl-Marx-Straße

Von der Durchfahrtsstraße zur attraktiven Einkaufsmeile - diesen Wandel soll die Karl-Marx-Straße in Neukölln durchmachen.

Der Niedergang der Geschäftsstraße soll gestoppt werden. Deshalb haben die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das Bezirksamt Neukölln einen Umbau finanziert. Auf dem südlichen Teil der Straße, zwischen Jonasstraße und Silbersteinstraße, sind die Arbeiten jetzt abgeschlossen. Von Juni 2010 bis Oktober 2012 mussten Anwohner, Autofahrer und Händler mit Baustellen, Lärm und Einschränkungen leben. Das Ergebnis ist für Passanten und Radfahrer erfreulich. Die Gehwege sind breiter als früher und besser beleuchtet. Neben der Fahrbahn verläuft eine durchgängige Spur für Radfahrer. Die Autofahrer haben das Nachsehen. Denn ihnen stehen weniger Stellplätze als bisher zur Verfügung. Außerdem bleibt für den Verkehr nur noch eine Spur pro Richtung. Bisher waren es zwei.

Mit dem Umbau werde die Straße als Zentrum für Handel und Dienstleistungen stabilisiert, sagte Staatssekretär Ephraim Gothe am Freitag. Das Bauvorhaben kostete rund 2,8 Millionen Euro. Aus dem Förderprogramm Stadtumbau West standen knapp zwei Millionen Euro zur Verfügung. Das Bezirksamt Neukölln steuerte 816.000 Euro bei. Während der Bauzeit haben die Berliner Wasserbetriebe neue Abwasserkanäle angelegt. Die BVG dichtete die Tunneldecke der Linie 7 am U-Bahnhof Neukölln ab. Geplant ist, dass die nördliche Karl-Marx-Straße in gleicher Weise umgebaut wird. Vorgesehen sind zwei Bauabschnitte bis zum Hermannplatz.