Gewalt

Mit Messer und Beil bedroht: Polizisten schießen auf Angreifer

Bei einem Polizeieinsatz in Wedding ist ein etwa 50 Jahre alter Mann durch den Schuss eines Polizisten aus seiner Dienstwaffe lebensgefährlich verletzt worden.

Die Beamten einer Funkstreife sollen zuvor bedroht worden sein und haben nach Angaben von Zeugen aus Notwehr gehandelt. Über die Gründe, weshalb der Angreifer gegen die Polizisten Widerstand leistete, wurde zunächst nichts bekannt.

Laut Polizei seien Beamte von besorgten Passanten am Sonnabend gegen 14.30 Uhr in die Antwerpener Straße gerufen worden. Ihnen war ein Fußgänger aufgefallen, der mit einem Beil und zwei Messern bewaffnet auf dem Gehweg unterwegs war. Als eine Funkstreife dort eintraf, sprachen die Beamten, ein Polizist und eine Polizistin, den Mann an und forderten ihn auf, stehen zu bleiben. Trotz mehrfacher Aufforderung war der Bewaffnete nicht bereit, sich einer Kontrolle zu unterziehen. Selbst der Einsatz von Pfefferspray durch die Beamten konnte den Bewaffneten nicht aufhalten. Nachdem die Polizisten schließlich den Gebrauch der Schusswaffe androhten, gaben sie Schüsse in die Luft ab. Daraufhin ging der Mann mit gezogenem Messer auf die Beamten los, worauf diese auf den Mann schossen. Der Angreifer erlitt einen Durchschuss im Unterschenkel. Er kam in die Charité, Campus Virchow-Klinikum. Laut Polizei schwebt er in Lebensgefahr. Jetzt ermittelt die Mordkommission, ob der Einsatz der Schusswaffe durch die Beamten gerechtfertigt war.