Gesundheit

Noch kein Keim-Nachweis bei Tiefkühl-Erdbeeren

Nach den massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen in Berlin und mehreren ostdeutschen Bundesländern sind mehr als 700 verdächtige Erdbeer-Proben auf Keime untersucht worden.

Bisher läge jedoch kein positiver Befund vor, sagte Holger Eichele, Sprecher des Bundesministeriums für Ernährung, am Sonnabend. Die Untersuchungen in den Bundes- und Landeslaboren würden über das Wochenende fortgesetzt. Mit Ergebnissen der komplizierten Analysen sei aber erst in der kommenden Woche zu rechnen, sagte Eichele.

Am Freitag hatten die Behörden rund zehn Tage nach Ausbruch eine heiße Spur in der bislang größten lebensmittelbedingten Krankheitswelle in Deutschland gemeldet. Demnach könnten tiefgefrorene Erdbeeren aus China Auslöser für den Brechdurchfall gewesen sein, der vor allem Kinder und Jugendliche traf. Sie wurden von mehreren Großküchen verarbeitet, darunter von Sodexo-Betrieben.

Aus 497 Schulen und Betreuungseinrichtungen wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Krankheitsfälle gemeldet. Vier Kontroll-Studien wurden zwischen 1. und 4. Oktober vom RKI, dem Bundesinstitut für Risikobewertung und dem Bundesamt für Verbraucherschutz erstellt. In diesen Studien haben die Behörden Erkrankte und nicht Erkrankte, betroffene und nicht betroffene Einrichtungen befragt, welche Speisen verzehrt und ausgegeben wurden. Diese Studien zeigen einen starken Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Speisen aus tiefgefrorenen Erdbeeren einer Charge und den Erkrankungen an Brechdurchfall.