Wetter

Der erste Herbststurm

Beim ersten herbstlichen Sturm in Berlin ist die Feuerwehr am Donnerstag innerhalb von drei Stunden zu rund 150 Einsätzen ausgerückt. Quer über die Stadt verteilt seien zwischen 17 und 20 Uhr Bäume umgestürzt. Außerdem hätten starker Wind und Regen am späten Nachmittag an mehreren Stellen Bauteile gelöst, sagte ein Feuerwehrsprecher: "Es war schon ordentlich windig." Insgesamt halte sich die Zahl der Einsätze aber noch im Rahmen des Normalen. Der Ausnahmezustand sei deshalb auch nicht ausgerufen worden.

Im Treptow-Köpenicker Ortsteil Baumschulenweg entwurzelte der Sturm eine Kastanie. Sie begrub eine Gartenlaube an der Forsthausallee unter sich. Zudem riss der Baum eine Stromleitung nieder. Verletzt wurde dabei niemand. Die Feuerwehr sicherte das Gartengrundstück. Der Notdienst von Vattenfall reparierte die Stromleitung. Zahlreiche Bäume stürzten auch auf Autos. So etwa im Schmargendorfer Goldfinkweg, wo zwei Pkw beschädigt wurden. Auch viele Wirte hatten Probleme, weil der Sturm Mobiliar und Sonnenschirme in den Straßencafés umriss.

Die Ausläufer des Tiefs "Marianne" vor Norwegen bescheren der Hauptstadt und dem Norden Brandenburgs auch in den nächsten Tagen kräftige Regengüsse, eine dichte Wolkendecke sowie Sturm. In Böen können Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Am Wochenende liegen die Temperaturen tagsüber nur noch bei 13 bis 15 Grad Celsius. Am Sonntag wird es trockener als am Sonnabend.