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Informationen für Pflegeeltern

Aktion Seit Anfang August werden in Berlin mehrere Hundert Plakate mit der Aufschrift "Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie" angebracht. Sie sind auf großen Wänden an den Straßen und auf S- und U-Bahnhöfen zu finden. Mit der Aktion wird für mehr Pflegeeltern geworben. Zurzeit sind etwa 2700 Kinder in 1300 Pflegefamilien untergebracht. Aber der Bedarf ist größer: Für 700 Kinder konnten im vergangenen Jahr keine Pflegeeltern gefunden werden.

Voraussetzungen Grundsätzlich kann jeder Pflegeeltern werden: Paare, auch gleichgeschlechtliche, Singles, Alleinerziehende. Für die befristete Vollzeitpflege, auch Krisenpflege genannt, gibt es keine Altersbeschränkung, in der Dauerpflege gilt die Regel: Wenn das Kind 18 Jahre und alt und damit erwachsen ist, sollten die Eltern nicht älter als 63 Jahre sein. Das Pflegekind sollte immer das jüngste Familienmitglied sein. Ausnahmen sind aber immer möglich.

Bezahlung Berliner Pflegeeltern bekommen Pauschalen für den Lebensunterhalt des Kindes und für die Erziehung. Für den Lebensunterhalt werden je nach Alter des Kindes monatlich zwischen 399 und 564 Euro gezahlt. Für die Erziehung gibt es 300 Euro bei einer Vollzeitpflege ohne und 959 Euro für eine Vollzeitpflege mit erweitertem Förderbedarf, also wenn das Kind zum Beispiel behindert ist. Für eine befristete Vollzeitpflege zahlen die Jugendämter 480 Euro.

Infos Anlaufstelle für zukünftige Pflegeeltern ist in Berlin die Gesellschaft "Familien für Kinder", die regelmäßig zu Infoabenden einlädt. Interessierte können sich auch direkt an die Träger wenden, die in den Bezirken für die Vermittlung von Pflegekindern zuständig sind. Die Adressen und weitere Informationen gibt es unter familien-fuer-kinder.de. Die Seite pflegeeltern.de wird von Pflegeeltern für Pflegeeltern organisiert und bietet vor allem die Möglichkeit zum Austausch.