Dauerausstellung

Museumsdirektor: Knuts Präparat wird ein Meisterstück

Mehr als zwei Jahre nach seinem Tod soll Eisbär Knut Ende 2013 als Präparat im Naturkundemuseum zu sehen sein.

Im Jahr danach will das Haus ihn in einer Dauerausstellung zum Thema "Wert der Natur" zeigen. Erwartungen von Knut-Fans, die ein niedliches Tier sehen wollen, wird das Museum nicht erfüllen. "Viele Leute haben bestimmte Vorstellungen von dem, was Knut ist. Wir werden es vielen nicht recht machen können", sagte Generaldirektor Professor Johannes Vogel.

An Virusinfektion gestorben

Mehr als elf Millionen Menschen hatten den weltberühmten Eisbären im Berliner Zoologischen Garten zu Lebzeiten besucht. Am 19. März vergangenen Jahres war Knut überraschend an den Folgen einer Virusinfektion gestorben. "Es ist ja nicht der kleine kuschelige Eisbär, den jeder gern mit ins Bett nehmen möchte, gestorben. Knut war ja ein vierjähriges Tier, dessen Fell gerade vom Winter- zum Sommerfell wechselte", sagte Vogel. Der Rindenmulch im Gehege habe Gerbsäure abgesondert und das Fell verfärbt. "Es ist nicht schneewittchenweiß, sondern eher lamborghinigelb", sagte Vogel. Für die Präparatoren gelte es, den richtigen Weg zu finden. "Sie werden ein Meisterstück erarbeiten", ist der Direktor überzeugt. Unter seinen Mitarbeitern seien preisgekrönte Weltmeister. Die Präparatoren müssten Knuts Bewegungen und jede einzelne Muskelfaser genau studieren. Dafür stünden ihnen Tausende Bilder, aber auch Videos zur Verfügung. Das Fell sei gegerbt und die Knochen gereinigt, so Vogel. Nun müsse ein Kunststoffkörper geschnitzt werden, über den das Fell gezogen wird - ein normales Verfahren zur Herstellung einer sogenannten Dermoplastik.