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BerlinNews II

Partei: Rechtspopulisten melden Demos vor Moscheen an ++ Geschichte: Infobox am Checkpoint Charlie ab Mitte September ++ Justiz: Haftstrafen wegen Tötung eines Zuhälters gefordert ++ Moabit: Sprayer reißt Polizistin bei Festnahme Haare aus

Rechtspopulisten melden Demos vor Moscheen an

Die Polizei bereitet sich für kommendes Wochenende auf einen Großeinsatz vor. Die rechtspopulistische Partei Pro Deutschland habe insgesamt acht Demonstrationen für Sonnabend und Sonntag angemeldet, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Drei Veranstaltungen am Sonnabend sollen vor Moscheen in Neukölln und Wedding abgehalten werden. Bei ähnlichen Aktionen von Pro Deutschland Anfang Mai vor Moscheen in Solingen und Bonn war es zu schweren Ausschreitungen zwischen militanten Salafisten und der Polizei gekommen.

Infobox am Checkpoint Charlie ab Mitte September

Die seit Längerem geplante Infobox am Checkpoint Charlie wird voraussichtlich Mitte September eröffnet. Die 225 Quadratmeter große Dokumentationsstätte auf einem der beiden brachliegenden Grundstücke am ehemaligen alliierten Kontrollpunkt sei als "Preview" für das dort geplante Museum des Kalten Krieges zu verstehen, hieß es am Montag aus der Senatskulturverwaltung. Die Kosten beliefen sich auf 320.000 Euro. Nach den Plänen der Senatskulturverwaltung soll das Museum bis 2015/16 auf einem der brachliegenden Grundstücke realisiert werden. Es soll rund sechs Millionen Euro kosten.

Haftstrafen wegen Tötung eines Zuhälters gefordert

Wegen heimtückischen Mordes an ihrem Zuhälter hat die Staatsanwaltschaft für die 19- und 20-jährigen Angeklagten Jugendstrafen von jeweils achteinhalb Jahren gefordert. Sie seien in keiner ausweglosen Lage gewesen. "Sie hätten die Möglichkeit gehabt, jederzeit zu gehen", sagte die Anklägerin am Montag vor dem Landgericht Berlin. Die aus Litauen stammenden Männer hatten ausgesagt, die Tötung sei der "einzig erkennbare Ausweg gewesen, dem Tyrannen zu entkommen". Die Verteidigung hatte wegen Totschlags Jugendstrafen von fünf sowie fünf Jahren und vier Monate gefordert.

Sprayer reißt Polizistin bei Festnahme Haare aus

Ein rabiater Graffiti-Sprayer hat bei seiner Festnahme am S-Bahnhof Beusselstraße in Moabit zwei Polizisten verletzt. Einer 35 Jahre alten Bundespolizistin riss er in der Nacht zum Sonntag ein Haarbüschel aus, nachdem er bereits mit dem Ellenbogen gegen den Hinterkopf der Frau geschlagen hatte. Das teilte die Bundespolizei am Montag mit. Einen 34 Jahre alten Kollegen verletzte der 22-Jährige an der Hand. Der wegen Gewaltdelikten bekannte Sprayer ist wieder auf freiem Fuß. Gegen ihn wird wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.