Fund

Skaterin entdeckt gefesselte Leiche im Teltowkanal

Ein grausiger Fund im Teltowkanal beschäftigt die 1. Mordkommission. In der Nähe der Massantebrücke im Neuköllner Ortsteil Rudow ist am Donnerstag eine an Händen und Füßen gefesselte Leiche entdeckt worden. Die Mordkommission prüft, ob es sich um ein Verbrechen handelt. Der Leichnam hatte offenbar bereits mehrere Tage im Wasser gelegen. Somit müssten Fundort und Tatort nicht identisch sein, sagte ein Polizeisprecher. Sowohl die Identität als auch das Geschlecht der sterblichen Überreste waren am Donnerstagabend noch unklar. Eine Obduktion durch die Gerichtsmedizin soll nun nähere Aufschlüsse, besonders zur Todesursache, geben.

Der Leichnam war nach Informationen der Berliner Morgenpost offenbar mit Gewichten beschwert worden, um ihn unter Wasser zu halten. Über offensichtliche äußere Verletzungen machte die Mordkommission keine Angaben. Laut Polizei hatte eine Skaterin gegen 16.10 Uhr den Leichnam im Wasser treiben sehen und Polizei und Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte trafen kurz darauf am Uferweg unterhalb der Anschlussstelle Stubenrauchstraße der A 113 ein und bargen den leblosen Körper. Weil der Körper entstellt ist, blieb das Geschlecht zunächst unklar.

Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchten akribisch die Umgebung des Fundortes. Er befindet sich etwa 150 Meter nördlich der Massantebrücke in Höhe eines Gewerbegebiets mit mehreren großen Öltanks. Nach Angaben von Anwohnern halten sich unterhalb der Brücke häufig Obdachlose auf. Der befestigte Uferweg entlang des Teltowkanals in Rudow ist bei Skatern, Radfahrern und Joggern beliebt.

Erst am Abend traf die Gerichtsmedizin ein und transportierte die Leiche zur Untersuchung ab.