Oberleitungsschaden

ICE-Strecke zwischen Berlin und Hannover erneut gesperrt

Ein Oberleitungsschaden hat am Donnerstag erneut die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover lahmgelegt.

Für 250 Fahrgäste eines ICE aus Hamm (Westfalen) nach Berlin endete die Fahrt deshalb im Havelland. Gegen 13 Uhr musste der Zug auf offener Strecke zwischen Nenndorf und Buschow stoppen, weil die Oberleitung beschädigt war. Ob der ICE selbst den Schaden verursacht hatte, war zunächst unklar. Experten der Bundespolizei wurden zu dem Streckenabschnitt beordert, um die Ursache zu ermitteln.

Betroffen war nach Angaben der Deutschen Bahn aber auch die Gegenrichtung. Ein in Richtung Westen fahrenden Güterzug sei ebenfalls liegengeblieben, sagte ein Sprecher. Die ICE-Reisenden mussten zunächst Geduld haben. Erst nach knapp eineinhalb Stunden endete ihr unfreiwilliger Zwischenstopp. Die Bahn ließ einen Intercity, der planmäßig nach Amsterdam fahren sollte, bis zur Schadenstelle vorfahren. Auf offener Strecke mussten die ICE-Fahrgäste in den Ersatzzug umsteigen, der anschließend zurück nach Berlin fuhr.

Im gesamten Fern- und Regionalverkehr zwischen Berlin, Hannover und den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr kam es zu erheblichen Verspätungen. Fernzüge wurden über Magdeburg oder Wittenberge umgeleitet. Im Regionalverkehr setzte die Bahn Ersatzbusse zwischen Wustermark und Rathenow ein. Am späten Abend war die Strecke wieder befahrbar, so ein Sprecher. Erst am 15. Juli hatte - ebenfalls im Havelland - ein ähnlicher Schaden fast 24 Stunden für Behinderungen auf der Bahnstrecke von Berlin nach Hannover gesorgt. Nach Angaben der Bahn waren Vögel zwischen die Oberleitung und dem Stromabnehmer einer Güterzuglok geraten und hatten damit einen Kurzschluss verursacht.